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Künstliche Nägel selber machen oder ins Nagelstudio?

Gepflegte Nägel galten schon bei den Pharaonen als Zeichen von Macht, Sauberkeit und Sex-
Künstliche Nägel selber machen
Künstliche Nägel kann man sich im Nagelstudio machen lassen
Foto: © Harlekin1979
Appeal. Eine ordentliche Maniküre gehört auch heute noch zur vollständigen Körperpflege dazu. Wer nicht mit gesunden Naturnägeln gesegnet ist, für den gibt es die Möglichkeit der künstlichen Nagelverlängerung oder auch der Nagelverstärkung. Außerdem sind künstliche Nägel eine gute Methode, um sich das Nägelkauen abzugewöhnen.

Künstliche Fingernägel - auch Tips genannt - gibt es in verschiedenen Materialien:
  • Der Gel-Nagel: ist wohl eine der schonendsten und flexibelsten Methoden der künstlichen Nagelverlängerung.
  • Der Acryl-Nagel: ist etwas stabiler als der Gel-Nagel.
  • Der Fiberglas-Nagel: eine noch eher unbekannte Methode, die sich wunderbar für Nägelkauer eignet, da das flüssige Fiberglas geruchlos und sehr schonend für den Naturnagel ist.
  • Der Plastik-Nagel: ist die Billig-Version, in jedem Drogeriemarkt erhältlich.


In den meisten Nagelstudios werden Gel- oder Acryl-Nägel verarbeitet, in flüssiger Form oder als fertige Tips, welche man nur noch auf den Nagel kleben und versiegeln muss.

Nun stellt sich die Frage: Nagelstudio oder do-it-yourself? Entweder pilgert man alle zwei bis
vier Wochen ins nächste Nagelstudio, wo man den Vorteil fachgerechter Betreuung und Garantie hat. Oder man spart sich das Geld, und besorgt sich ein Manikür-Set mit allem Drum und Dran. Das erfordert zwar etwas Übung, aber man kann ja eine gute Freundin zur Hilfe bitten.

Nägel selber machen
Zu allererst muss der Naturnagel vorbereitet werden, d. h. der Nagel wird desinfiziert. Danach schiebt man vorsichtig die Nagelhaut zurück, am besten mit einem Rosenholzstäbchen. Damit das Gel oder der Tip wirklich auf dem Naturnagel haften bleibt, muss nun der Naturnagel angeraut werden bis keine glänzende Stelle mehr sichtbar ist. Dann wird der Nagel entstaubt und entfettet, und nun kann es losgehen:

  • Arbeiten mit Tip: Der Tip wird etwa zu einem Drittel auf den Naturnagel geklebt, in Form gefeilt und auf die gewünschte Länge gekürzt. Anschließend wird er in mehreren Schichten mit Acryl oder UV-Gel überzogen.
  • Arbeiten mit Schablone: Bei der Schablonenverlängerung wird eine Klebeschablone unter dem Naturnagel angelegt. Das Ganze wird dann mit Acryl oder UV-Gel überzogen, wobei die Verlängerung über den Nagel hinaus auf die Schablone gearbeitet wird. Bevor man die Schablone entfernt, trägt man zwei Grundschichten an Gel auf. Nach Abhärten des Gels wird der Nagel in Form gefeilt. Bei einer Naturnagelverstärkung kann auch ohne Schablone gearbeitet werden.

Nach dem Aufkleben der Nägel können die künstlichen Nägel beliebig lackiert, gepierct, mit Strass-Steinchen beklebt oder mit Airbrush überzogen werden. Man kann auch während der Bearbeitung der Nägel Glitter oder Farbe in das Gel mischen, was das Lackieren hinterher überflüssig macht.

Normalerweise sind künstliche Nägel sehr pflegeleicht. Trotzdem sollte man ein paar Dinge beachten: Die Nägel bitte nicht als Werkzeug benutzen und nur mit einer guten Feile kürzen (keine Metallfeile oder Knipser)! Scharfe Reinigungsmittel greifen auch künstliche Nägel an, darum besser Handschuhe tragen. Alle ein bis zwei Wochen sollte man der Nagelhaut eine Pflege mit Nagelöl gönnen. Will man die Nägel wieder entfernen, dann bitte nicht einfach abreißen! Die Nägel müssen abgefeilt werden oder man lässt sie sich professionell im Nagelstudio entfernen.

Mehr Tipps für die Nägel:
  • brüchige Fingernägel

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