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Durch Yoga zu vollkommener Zufriedenheit finden

Yoga für Anfänger
Foto: © Kzenon
Ist es nicht ein schöner Gedanke, vollkommen zufrieden und gelöst durchs Leben gehen zu können? Seine Gedanken kontrollieren zu können und einen Zustand der vollendeten Ruhe und Ausgeglichenheit zu erreichen? Für viele ist dies nur ein unmöglich erreichbarer Traum, der aber durch das Praktizieren von Yoga Wirklichkeit werden könnte. Immer mehr Belastungen begleiten uns in unserem Alltag und negative Impulse begegnen uns täglich in allen Lebenslagen. Zu neuer Lebensfreude und einer völlig neuen Einstellung finden die praktizierenden Yogi. Sie schaffen es, eine tiefe innere Balance zu finden und ihre Gedankenflüsse bewusst zu steuern.

Der Yoga ist eine uralte indische Philosophie und findet seine Ursprünge bereits 700 Jahre vor Christus, als in Schriften erste Atemtechniken zur Unterstützung der Meditation erläutert wurden. Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "Joch" - also an- oder zusammenbinden - und steht symbolisch für die Vereinigung von Körper und Seele. Um 400 vor Christus wurde sowohl der Begriff "Yoga" namentlich erwähnt, als auch erste Bestandteile des heute noch verbreiteten Yoga. Schon ungefähr 300 vor Christus fügte Patanjali die traditionellen Yoga Lehren in einer Schrift zusammen und formulierte 194 knappe Sutras, also kurz formulierte Sprüche, die sich leicht merken ließen. Hinduistische und buddhistische Einflüsse prägen den Yoga, der ursprünglich eine rein spirituelle Lehre war und sich primär mit Meditation befasste. Erst im 15. Jahrhundert wurde schriftlich die körperliche Betätigung als Element des "Hatha Yoga" erwähnt.

Der Yoga ist nur eine der sechs klassischen indischen Philosophien. Er ist nicht allgemeingültig und besteht aus vielen unterschiedlichen Formen, die sich in eigenen
Ansichten und in ihrer Ausübung unterscheiden. In westlichen Kulturen bekannt ist in erster Linie der Hatha Yoga. Er setzt Schwerpunkte auf die körperlichen Übungen und Atemtechniken, um dem Ziel der spirituellen Erleuchtung und der vollkommenen Harmonie von Körper und Geist näher zu kommen. Die spirituellen Ziele sind im modernen Yoga innerhalb der westlichen Industrienationen eher in den Hintergrund gerückt. Die Einflüsse von Hinduismus und Buddhismus sind zwar vorhanden, werden aber von anderen Religionen zusätzlich ergänzt. Besonders die körperlichen Betätigungen, insbesondere die Ausübung der Asanas (Stellungen) stehen da im Vordergrund. Verbunden mit Atemtechniken, sowie Meditation und Tiefenentspannung symbolisieren sie einen ganzheitlichen Yoga. Zwar reduziert, dennoch nicht unzutreffend formuliert, handelt es sich bei den zahlreichen Yogakursen um das Erreichen des Ziels, Körper, Geist und Seele in Harmonie und Balance zu bringen. Yoga soll helfen, das eigene Leben neu zu strukturieren, wieder Energie zu finden und mit sich selbst und dem Rest der Welt ins Reine zu kommen. Strenge Regeln oder Vorschriften finden dabei keine Anwendung. Nett formulierte Hinweise, wie jeder mit Yoga etwas für sich selbst erreichen kann, treffen dabei eher zu.

Im Rahmen der Wellness- und Fitnesswelle entwickelten sich auch völlig neue Yoga - Arten, die Elemente des traditionellen Yoga mit neuen Ideen verbinden. Bei dem Jivamukti Yoga wird mit Musik gearbeitet. Beim Bikram Yoga wird bei Raumtemperaturen von 35 bis 40 °C geübt, dabei soll der Körper entschlacken und entgiften. Der neueste Trend ist Poweryoga. Er stammt ursprünglich aus den USA und ist eine besonders dynamische und sportliche Form des Yoga, die auch den positiven Effekt der Gewichtsreduzierung durch körperliche Anstrengung mit sich bringt.

Es praktizieren unterdessen über drei Millionen Deutsche den modernen Yoga. Erstaunlich ist, dass davon knapp achtzig Prozent Frauen sind. Diese Rate erreichen Frauen nicht einmal im Ursprungsland Indien. Zahlreiche Kurse werden von Volkshochschulen, Fitness-Studios und sogar in Kindergärten angeboten. In wie weit die Yogalehrer dabei richtig geschult sind, lässt sich nur begrenzt nachvollziehen. Normalerweise dauert eine Ausbildung zum Yogalehrer mindestens zwei, besser aber drei Jahre. Viele Yogaschulen bilden aus, eine genaue Qualitätssicherung und Vereinheitlichung ist bis zum heutigen Tag leider nicht gegeben. Seriöserweise sollten Yogalehrer ein gewisses Maß an Reife und Lebenserfahrung mitbringen und mindestens ein Alter von 25 Jahren haben. Nach der Ausbildung ist ein guter Yogalehrer mit der Historie des Yoga vertraut, kann die Atemtechniken (Pranayamas) und die Übungen (Asanas) anderen vermitteln. Ein pädagogisches Talent wird dabei vorausgesetzt. Theoretisches Wissen benötigen die Lehrkräfte auch in der Physiologie und Anatomie des Menschen.

Yoga für Anfänger
Wer an einem Yoga Kurs teilnehmen möchte, wird wahrscheinlich mit den ersten beiden Stufen des Yoga beginnen - Yama und Niyama. Sie bilden die Grundlage, auf der später weiter aufgebaut werden kann. Jeder Yogaschüler muss sie erst beherrschen, um später Fortgeschrittenenkurse belegen zu können.

Der Yoga bringt viele Vorteile für die Gesundheit eines Menschen. Die Durchblutung wird angeregt, Kopf- und Rückenschmerzen können gelindert werden. Durch die innere Ruhe und
Ausgeglichenheit finden Patienten mit Schlafproblemen in der Nacht wieder ruhig in den Schlaf. Angstzustände und Depressionen werden gelindert oder geheilt. Den Nutzen haben auch die Krankenkassen erkannt. Sie sehen Yoga als Prophylaxe, um Krankheiten zu vermeiden und einige übernehmen daher sogar teilweise die Kursgebühren. Durch die ausgeführten Asanas (Stellungen) schulen die Yogi ihren Gleichgewichtssinn und bauen Muskeln auf. Sie regen die Durchblutung an und stärken die Rückenmuskulatur. Voraussetzung dafür ist jedoch eine genaue fachliche Anleitung durch einen gut ausgebildeten Yogalehrer.

Das Wunderbare am Yoga ist, dass es leicht jederzeit an beinahe jedem Ort ausgeführt werden kann. Von Jedem, der es richtig erlernt hat. Ob Groß oder Klein, Dünn oder Dick, Alt oder Jung. Yoga ist eine Wohltat für den Körper und den Geist. Kinder lernen, bewusst ruhig zu werden. Schwangere schaffen es, sich seelisch und körperlich auf das Kind vorzubereiten. Manager bauen Stress und Aggressionen ab. Ob allein oder in der Gruppe. Yoga kann das Leben nicht nur bereichern, er kann es verändern, und zwar grundlegend.

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