Seit tausenden von Jahren kennt der Mensch die besondere Wirkung von Kräutern. Durch den Einzug der chemischen Medizin geriet das Wissen über Heilpflanzen jedoch immer mehr in Vergessenheit. Mit dem Trend in Richtung natürlicher Medizin, gewinnen Kräuter in unserer Zeit wieder mehr und mehr an Bedeutung. Pflanzliche Heilkräuter, eine gesunde Ernährung, Homöopathie oder Therapien mit ätherischen Ölen werden immer öfter als Alternative zur oftmals aggressiven Schulmedizin eingesetzt und finden sogar wissenschaftliche Anerkennung.
Ein Kraut für alle Fälle?
Heilkräuter verringern die Gefahr, krank zu werden. Sie halten gesund und stärken das Immunsystem. Doch Vorsicht: Die Kräuterheilkunde kann den Besuch beim Arzt nicht immer ersetzen! Der Umgang mit Kräutern muss auch geübt sein, denn Kräuter können auch giftig sein. Kräuter, die man nicht kennt, sollte man nie zu sich nehmen! Heilkräuter pflanzt man am besten selbst zu Hause im Garten oder am Balkon an, oder besorgt sie sich z.B. aus Reformhäusern oder Apotheken. Weiß man erst mal die Kräuter richtig einzusetzen, kann man aus dem vollen Schatz aus der Apotheke der Natur schöpfen. Anschließend sind nun einige Kräuter und ihre hervorragende Wirkung aufgezeigt.
Die Wirkung von Lavendel
Lavendel ist als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Der Duft von Lavendel ist seit jeher bekannt und sehr beliebt. Doch Lavendel ist nicht nur fürs Auge und die Nase eine Wohltat, sondern hat
eine beeindruckende Wirkung. Lavendel gilt als nervenstärkend, wirksam für die Darmtätigkeit, wirkt entzündungslindernd, schleimlösend und beruhigend. Aus Lavendel lässt sich auch hervorragend Öl herstellen und zählt zu den wenigen ätherischen Ölen, die höchst hautverträglich sind und somit direkt auf die Haut aufgetragen werden können.
Frauenmantel
Der Frauenmantel zählt zur Familie der Rosengewächse und gilt als besonders wirksame Heilpflanze bei Frauenkrankheiten wie z.B. Menstruationsbeschwerden oder PMS (prämenstruelles Syndrom). Das Kraut wird auch gerne kurz vor einer Geburt in Form von Tees zu sich genommen, da er sich stimulierend auf die Geburt auswirken soll. Auch nach der Geburt wird der Tee gerne konsumiert, da er sich festigend auf die Gebärmutter-Muskulatur auswirken soll.
Ätherische Öle und Aromabäder
Ätherische Öle werden auch als "die Seele der Pflanze" bezeichnet, da in ihnen die Lebenskraft der Pflanze in konzentrierter Form steckt. Der Wohlgeruch von ätherischen Ölen wirkt auf den Menschen beruhigend, harmonisierend, aphrodisierend und hebt die Stimmung. Anregende Öle sind z.B. die Gewürznelke, Rosmarin oder grüner und schwarzer Pfeffer. Stimmungsaufhellend wirken Öle wir Rosenöl, Jasmin oder Grapefruit. Öle werden auch bei Schlaflosigkeit oder bei Erkältungen eingesetzt. Auch das Baden mit ätherischen Zusätzen hat eine besondere Wirkung auf den Menschen. Es wirkt nicht nur entspannend für die Sinne, sondern liefert obendrein für die Haut zahlreiche Wirkstoffe.
Jahrtausende lang sammelte man wertvolle Erfahrungen über die Wirkung von Kräutern und Ölen. Viele Kräuter und Öle lassen sich hervorragend für viele Befindlichkeitsstörungen einsetzen. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Kräuterheilkunde nicht jeden Arztbesuch ersetzt. Doch gerade mit Kräutern und Ölen kann bewirkt werden, dass man so manche Krankheit vorbeugen kann.
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