"Es gibt Wichtigeres im Leben als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen," sagte einst Mahatma Gandhi (1869-1948) - und das noch zu einer Zeit, als noch lange nicht das Internet Einzug in unser Alltagleben gefunden hatte. Stress ist in unserem Arbeitsalltag mittlerweile so normal geworden wie das Aufstehen und Zähneputzen. Gesund ist der Stress damit aber noch lange nicht. Das seelische wie auch das körperliche Wohlbefinden leidet. Doch wie verringert man den Stress oder baut ihn vernünftig ab?
Tipps gegen Stress bei der Arbeit
Manchmal steht man ständig unter Strom, weil man eine unangenehme Sache tage- ja oft wochenlang vor sich herschiebt und die Bearbeitung damit absichtlich verzögert. "Das liegt mir im Magen!" wird dann oft gesagt - und so etwas erzeugt Stress. Unangenehmes sollte man daher zuallererst bearbeiten, bevor man wieder zu seiner Routinearbeit zurückkehrt. Das entspannt.
Liegt ein großer Berg an Arbeit kreuz und quer auf dem Schreibtisch, so erzeugt das bei vielen zusätzlich unnötigen Stress, da sie nicht wissen, welche Arbeit sie als erstes erledigen sollten und sich der Menge des zu Erledigenden voll bewusst sind, da sie sie ständig sehen. Hier kann helfen, erstmal die Arbeitsaufträge nacheinander nach Dringlichkeit in einer Mappe zu sortieren und Schritt für Schritt vorzugehen. Damit kann man sich ganz in Ruhe auf die jeweilige Sache konzentrieren.
Wenn der Tag auch besonders stressig ist, so sollte man dennoch ein paar Ruhepausen in den Alltag einbauen, um emotionell herunterzukommen. Ein kurzer humorvoller Tratsch mit seinem Lieblingskollegen oder ein verträumter Rückblick auf den letzten erholsamen Urlaub - vielleicht mithilfe eines schönen Urlaubsfotos - kann da schon ein wenig helfen, sich aus dem Strudel zu retten.
Um den Blutkreislauf in Schwung zu bringen und auch ein wenig gedanklich vom Stress herunter zu kommen, sollte man auch im Arbeitsalltag einige Wege zu Fuß einplanen. Ob es nun der dienstliche Gang zur Post oder zur Bank ist oder häufigere persönliche Besuche bei
Kollegen anstatt sie nur anzurufen, um etwas zu klären: Bewegung tut in jedem Fall gut.
Stressfaktor Telefon: Wenn einen dauernd das Telefonläuten aus der Konzentration herausreißt, wird man irgendwann zum Nervenbündel. Hier können fixe Telefonzeiten - so vom Chef genehmigt - helfen. Halber Tag Telefondienst, halber Tag Arbeiten in Ruhe. Währenddessen könnte ein Tonband mit den "Öffnungszeiten" oder eine Rufumleitung zu einem Kollegen helfen, der die Telefonate inzwischen entgegen nimmt.
Freizeitgestaltung gegen Stress
Wenn auch Überstunden den Arbeitstag prägen, so sollte man - will man ein Burnout verhindern - auch geliebten Freizeitaktivitäten genügend Raum geben. Am besten sollte es ein Hobby sein, bei dem man völlig aufgeht und bei dessen Ausübung man sich vor Verzückung ganz vergisst. Nur damit kann man sich von der negativen Empfindung, die unaufhörlicher Stress in der Arbeit erzeugt, befreien.
Bei der Ausübung eines Hobbys sollte man allerdings aufpassen, dass man nicht in Freizeitstress gerät. Auch dieser ist nicht zu unterschätzen. Hetzt man nach einem durchschwitzten Arbeitstag dann noch regelmäßig atemlos ins Fitness-Studio zum Workout, und muss am nächsten Tag nach der Arbeit gleich schnell zum Malkurs eilen, hat das mit Erholung wenig zu tun. Man sollte sich durchaus auch bewusst Faulenzzeiten einplanen, in denen man WIRKLICH entspannt. Nur das bringt ausreichende Entspannung.
Richtig Urlaub machen!
Urlaub sollte eigentlich zum Entspannen da sein. Viele fahren aber weg. Keine Frage, Tapetenwechsel tut vor allem bei einem stressreichen Arbeitsalltag überaus gut. Was aber nicht bedacht wird, ist, dass das Reisen wiederum Stress bedeutet. Kofferpacken, Langstreckenflüge, Rundreisen mit dem Auto, die mit ständigem Ortswechsel einhergehen - all das verursacht erneuten Stress: Urlaubsstress. An Erholung ist da nicht zu denken. Überhaupt sollte man Experten zufolge nicht weniger als drei Wochen Urlaub nehmen, denn erst ab drei Wochen stellt sich ein Gefühl der Erholung ein.
Fazit
Stress lässt sich heutzutage im Berufsalltag schwer vermeiden. Dennoch kann der eine oder andere Trick helfen, sich ein wenig aus der Tretmühle zu befreien und jeden Tag zu einem erfreulich(er)en zu machen. Viel Arbeit hin oder her. Tut man es nicht, wird einem irgendwann einmal die Rechnung dafür präsentiert - und dann ist guter Rat kostspielig...
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]
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