Abendessen: Der Zeitpunkt kann das Krebsrisiko beeinflussen

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Dass es zahlreiche Faktoren gibt, die die Entstehung von Krebs beim Menschen positiv oder auch negativ beeinflussen können, ist längst bekannt. Manche Lebensmittel, Inhaltsstoffe oder auch Verhaltensweisen sollten daher nach Möglichkeit gemieden werden, um das persönliche Risiko nicht zu steigern. Möglicherweise könnte sich das auch auf die Uhrzeit beziehen, zu der das Abendessen serviert wird.

Forscher untersuchen Zusammenhang

Am Barcelona Institute for Global Health haben sich Wissenschaftler mit der Frage beschäftigt, wie viel Zeit zwischen dem Abendessen und dem Zubettgehen verstreichen sollte, um das Krebsrisiko nicht unnötig zu erhöhen. Sie fanden heraus, dass die Essenszeiten tatsächlich einen Einfluss auf die Entstehung von Krebs haben könnten und merken an, dass ein Essen vor 21 Uhr mit einem geringeren Risiko einhergeht als eines nach 22 Uhr. Zusätzlich gilt: Vergehen zwischen Abendessen und Zubettgehen wenigstens zwei Stunden, sinkt das Risiko offenbar erneut. Über die Gründe jedoch ist bisher noch nicht viel bekannt. Daher wird es weitere Studien brauchen, die die aktuellen Erkenntnisse festigen.
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Brust- und Prostatakrebs im Fokus

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich der erwähnte Essensrhythmus vor allen Dingen auf die Entstehung von Brust- und Prostatakrebs auswirkt. Insgesamt nahmen an der Studie rund 2.672 Personen teil. 600 von ihnen litten unter Prostatakrebs, 1.200 unter Brustkrebs und 872 waren zum Zeitpunkt der Studie nicht erkrankt. Im Rahmen einer Befragung mussten sie Angaben zu ihren alltäglichen Gewohnheiten machen, die dann später von den Forschern ausgewertet wurden.
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