Essen am Arbeitsplatz: Häufig zu ungesund

Ungesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Zeitung zum Thema Gesundheit

Mehr als acht Stunden verbringen Deutsche, die in Vollzeit arbeiten, täglich auf ihrer Arbeitsstelle. Dass sie auch während dieser Zeit etwas essen müssen, liegt auf der Hand. Wie schlecht es um die Ernährungsqualität steht, haben nun jedoch US-Forscher herausgefunden. Sie machen nicht nur auf Defizite aufmerksam, sondern geben auch Anregungen für Arbeitgeber.

Ungeeignete Inhaltsstoffe

Auf der „Nutrition 2018“, einer Tagung in Boston, legten Forscher die Ergebnisse einer aktuellen Studie dar. Diese Untersuchung zeigte, dass amerikanische Arbeitnehmer während der Arbeitszeit sehr häufig zu Snacks greifen, die ihren Körper nicht ausreichend mit wertvollen Nährstoffen versorgt. So sind zum Beispiel erhöhte Salzanteile oder auch Weißmehl häufig zu finden, während Vitamine und Mineralstoffe deutlich zu kurz kommen. Sich auch auf der Arbeit mit Vollkornprodukten, Obst oder Gemüse zu versorgen, kommt vielen Arbeitnehmern scheinbar nicht in den Sinn. Hierunter jedoch leidet nicht nur die eigene Leistungsfähigkeit, denn auch der Körper selbst wird geschwächt. Das führt unter Umständen zu häufigeren Erkrankungen, die Arbeitgeber wiederum teuer zu stehen kommen. Mehr zum Thema Gesundes Essen

Arbeitgeber sind in der Pflicht

Die Ergebnisse besagter Studie zeigen, dass es in Sachen Ernährung am Arbeitsplatz in den USA viel Nachholbedarf gibt. Wer sich mit der deutschen Esskultur auskennt, wird dabei einige Parallelen feststellen. Auch hier begnügen sich Arbeitgeber häufig mit dem Aufstellen von Snack-Automaten, in denen kaum gesunde Zwischenmahlzeiten zu finden sind, oder stellen ihren Arbeitnehmern ungesunde Snacks kostenfrei zur Verfügung. Damit sich das ändert, braucht es einen neuen Plan. Arbeitgeber sollten im besten Fall Obstschalen oder auch Rohkost bereitstellen, damit sich ihre Angestellten am gesünderen Angebot bedienen können.
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Foto: © Zerbor