Sommersport Fußball: Besser keine Kopfbälle

Zeitung zum Thema Gesundheit

Wenn Bolzplätze und Wiesen im Sommer endlich wieder von früh bis spät genutzt werden können, zieht es auch Hobbyfußballer hinaus ins Freie. Gemeinsam mit Gleichgesinnten eine Partie zu spielen und das gute Wetter zu genießen, ist nicht nur gesund, sondern hält auch fit. Auf Kopfbälle aber sollten Ballfreunde scheinbar besser verzichten. Wie Forscher herausgefunden haben, schaden diese nämlich dem Gehirn.

Die Aufmerksamkeit leidet

Das Forscherteam rund um Michael Lipton beschäftigte sich am New Yorker „Albert Einstein College of Medicine“ mit den konkreten Auswirkungen von Kopfbällen auf das menschliche Gehirn. Hierfür baten sie Fußballer darum, verschiedene Tests zu absolvieren, in denen es auf Schnelligkeit und Aufmerksamkeit ankam. Es zeigte sich: All diejenigen, die häufiger Kopfbälle spielten, reagierten langsamer und konnten Details weniger achtsam wahrnehmen wie andere Probanden. Zudem störten die Kopfbälle offensichtlich auch das Erinnerungsvermögen der Fußballer.

Kopfbälle mit Vorsicht einsetzen

Es wird also deutlich, dass das Spielen des Fußballes mit dem Kopf keineswegs eine harmlose Angelegenheit ist. Schon früher bewiesen Studien, dass Kopfbälle auch mit Gehirnerschütterungen in Zusammenhang stehen. Ob sich die negativen Auswirkungen von Kopfbällen langfristig betrachtet manifestieren, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Die Forscher merken jedoch an, dass der Aufprall des Balles auf den Kopf theoretisch zu kleinsten Läsionen innerhalb des Gehirn führen könnte, die sich später als irreparabel herausstellen. Für Hobbyfußballer gilt also: Besser mit dem Fuß „kicken“.
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Foto: © Zerbor