Gesundheitsrisiko Einsamkeit: Politik will etwas tun

Politik will Einsamkeit vorbeugen

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Keine Freunde, Familienmitglieder oder andere Verwandte in seiner Nähe zu wissen, kann bei manchen Menschen ein starkes Gefühl von Einsamkeit hervorrufen. Dass diese Emotion gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann, haben verschiedene Wissenschaftler inzwischen herausgefunden. Da Einsamkeit auch in Deutschland eine immer stärkere Rolle spielt, will die Politik nun die Beschäftigung eines Regierungsbeauftragten diskutieren, der sich um genau dieses Thema kümmert. So will die Politik Einsamkeit vorbeugen:

Schäden durch Einsamkeit

Sich alleine auf der Welt zu fühlen, kann sowohl junge als auch ältere Menschen treffen. Gerade Senioren sind sehr häufig betroffen, aber auch Studenten in einer fremden Stadt und junge Mütter finden sich nicht selten in einer einsamen Situation wieder. Dabei kann Einsamkeit tatsächlich Schäden hervorrufen. Krankheitsbilder wie Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz oder auch Angststörungen könnten durch Einsamkeit entstehen. Dies belastet das Gesundheitssystem und spielt daher auch wirtschaftlich eine Rolle.

Noch ist nichts entschieden

Die Einführung eines Regierungsbeauftragten für Einsamkeit sowie daraus resultierende Schäden hatte die SPD, genauer Karl Lauterbach, erst kürzlich angeregt. Mit seiner Forderung steht der Gesundheitssprecher jedoch nicht alleine da, denn auch Marcus Weinberg von der CDU/CSU zeigte sich aufgeschlossen gegenüber derartigen Überlegungen. Diskutiert werden dürfte nun, wie sich Programme gegen Einsamkeit umsetzen lassen und wie das Aufgabengebiet eines Regierungsbeauftragten aussehen könnte.