Gesundheitssystem: Apps auf Rezept bald möglich?

Gibt es Gesundheits-Apps bald auf Rezept?

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Smartphones sind längst zum täglichen Begleiter vieler Menschen geworden. Mit ihnen lässt sich das eigene Leben planen, vereinfachen oder auch abwechslungsreicher gestalten. Voraussetzung ist selbstverständlich eine sinnvolle Nutzung des Geräts. Über die Sinnhaftigkeit von Apps rund um die Gesundheitsvorsorge wird derzeit diskutiert. Gesundheitsminister Jens Spahn will die Anwendungen künftig in den Leistungskatalog von Krankenkasse aufnehmen lassen. Gibt es Gesundheits-Apps bald auf Rezept?

Apps müssen tatsächlichen Nutzen bieten

Natürlich ist nicht jede Anwendung gleichermaßen gut geeignet, um der eigenen Gesundheit auf die Sprünge zu helfen. In manchen Fällen allerdings haben die Entwickler viel Know How investiert und Apps geschaffen, die tatsächlich Vorteile bieten. Dies ist beispielswiese bei Tagebüchern für Diabetiker oder auch Apps zur Raucherentwöhnung der Fall. Welche Anwendungen künftig von Krankenkassen gezahlt werden könnten, muss individuell entschieden werden. Immerhin könnte es sich hierbei um einen nicht zu vernachlässigenden Posten handeln, der die Ausgaben im Gesundheitssystem erhöht.

Krankenkassen: Schon jetzt digitaler

Natürlich sind digitale Anwendungen nicht für alle Krankenkassen vollkommenes Neuland. In einigen Fällen bieten die Verantwortlichen bereits jetzt technische Unterstützung in Form von Online-Kursen oder sogar Apps. Sollte das Angebot in der Zukunft vergrößert werden, müssten deutlich mehr Anwendungen offiziell geprüft und zertifiziert werden. Wie das genau ablaufen soll, ist bislang unklar.
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