Klimawandel und Gesundheit: Neue Professur in Berlin

Zeitung auf einem Tisch
Foto: © Zerbor

Dass sich das globale Klima verändert, lässt sich nicht mehr wegdiskutieren oder ignorieren. Viele Menschen werden daher aktiv und wollen sich bewusst klimaschonend verhalten. Dass der Verzicht auf Flüge, vegane Ernährung und nachhaltiges Einkaufen später einen Unterschied machen werden, bleibt eine große Hoffnung. Dennoch wurde an der Berliner Charité bereits jetzt eine neue Professur ins Leben gerufen.

Gesundheitliche Konsequenzen müssen erforscht werden

Es ist gut möglich, dass der Klimawandel einige neue Herausforderungen im medizinischen Bereich mit sich bringen wird. Aus diesem Grund kümmern sich an der Charité nun Sabine Gabrysch, Epidemiologin und Medizinerin, und ihr Team um die Erforschung wichtiger Teilbereiche. Ein besonders wichtiges Thema ist laut Gabrysch die Ernährung des Menschen in der Zukunft. Vor allem Ernteausfälle können in prägenden Lebensphasen wie Schwangerschaft und Kindheit langfristige Folgen haben.

Klimawandel und Medizin: Ein spannendes Thema

Wir alle haben die lange Hitze des Sommers 2018 noch gut in Erinnerung. Schon damals stürmten tausende von Menschen die Ambulanzen der Krankenhäuser, weil ihr Kreislauf den Umweltbedingungen nicht mehr gewachsen war. Die Medizin jedoch denkt noch weiter und beschäftigt sich auch mit jenen Aspekten, die sich erst in zweiter oder gar dritter Instanz zeigen. Entwicklungsverzögerungen und Unterernährung beispielsweise sind potenzielle Themen, vor denen auch Mitteleuropa langfristig stehen könnte.