Medikation per Roboter? Neue Erfindung aus Hong Kong

Zeitung zum Thema Gesundheit

Jeder Mensch ist während seines Lebens auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen. Während sich manche Arzneien leicht im Körper verteilen und vor allem über die Blutbahn wirken, müssen wiederum andere an ganz bestimmten Stellen zum Einsatz kommen. Das jedoch ist ein Problem, denn von außen lässt sich die Medikation kaum steuern. Forscher aus Hong Kong aber haben nun einen kleinen Roboter erfunden, der genau diese Schwierigkeit aus dem Weg räumen soll.

Mini-Raupe mit wichtiger Fracht

Der Roboter ist konzipiert wie eine kleine Raupe und bewegt sich genau wie sein natürliches Pendant fort. Auf seinem Rücken trägt er ein bestimmtes Medikament und bringt es genau dorthin, wo es so dringend benötigt wird. Interessant könnte das beispielsweise für die Behandlung von Krebs sein. Bei einer Länge von rund 1,7 Zentimetern und einer Breite von sieben Millimetern ist die Roboterraupe nur 0,15 Millimeter flach und findet sich im menschlichen Körper gut zurecht. Auf diese Weise kann der Roboter entlegene Stellen im Verdauungstrakt des Menschen erreichen und den Medikamenteneinsatz sehr viel effizienter gestalten. (Lesen Sie auch: Wie kann man Krebs vorbeugen?)

Noch nicht einsatzfähig

Die Entwickler der Mini-Raupe sind überzeugt von deren Potenzial. Im oft unwegsamen „Gelände“ mitten im menschlichen Körper bewegt sich ihr Roboter überraschend leichtfüßig fort und könnte allerlei medizinische Maßnahmen übernehmen. Aktuell jedoch kommt die Raupe noch nicht zum Einsatz. Die Forscher arbeiten derzeit an der Optimierung des Roboters und wollen in zwei bis drei Jahren ein biologisch abbaubares Modell vorstellen, das den Körper nicht verlassen muss, sondern sich von ganz alleine verflüchtigt.

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Foto: © Zerbor