Migräne: Neues Medikament verspricht Besserung

Hoffnung für Migränepatienten

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Foto: © Zerbor

Wer unter Migräne leidet, kennt das Gefühl extremer Kopfschmerzen nur zu gut. Oft gesellen sich während eines Anfalls auch Übelkeit, Sehstörungen und starke Lichtempfindlichkeit zum Hauptsymptom. Viel getan werden kann gegen das Leiden bisher nicht. Nun allerdings haben Wissenschaftler einen Antikörper gefunden und verraten Vielversprechendes.

Deutlich weniger Anfälle pro Monat

Das neue Präparat ist laut des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen mit einem beträchtlichen Zusatznutzen verbunden. Heraus fanden das die Experten im Rahmen einer klinischen Studie, bei der 193 Probanden untersucht wurden. Als Voraussetzung für die Teilnahme galten zwischen vier und vierzehn Tagen Migräne je Monat. Jene, die das neue Mittel verabreicht bekommen hatten, litten unter etwa halb so vielen Kopfschmerz-Tagen und verzeichneten eine geringere Anfallszahl. Ihnen wurde ein Antikörper gegeben, der sich sonst kaum auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken soll.

Wie das Medikament gegeben wird

Wissenschaftler wissen bereits seit Längerem, dass ein bestimmter Botenstoff maßgeblich für Migräne-Anfälle verantwortlich ist. Genau hier setzt das neue Präparat an und wirkt der Bildung dieses Botenstoffs entgegen. Bisherige Versuche, diesen Stoff zu blockieren, waren mit deutlichen Nebenwirkungen verknüpft. Verabreicht wird das Medikament etwa einmal monatlich per Spritze. Wer unter episodischer Migräne leidet, könnte künftig von dieser Neuentdeckung profitieren.

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