Studie: Milch kann Akne fördern

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Unreine Haut während der Pubertät ist in aller Regel noch kein Grund zur Sorge. Bleibt das Hautbild jedoch über einen langen Zeitraum schlecht und bilden sich nicht nur Pickel, sondern mitunter auch Beulen, könnte Akne die Ursache sein. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass Milchkonsum bei einigen Menschen die Entstehung von Akne fördert. Das Sprichwort Milch macht schön, stimmt also nicht immer…

Mehrere Studien kombiniert

Eine Forschergruppe am Ersten Krankenhaus im chinesischen Ningbo hat sich mit der Verbindung von Milchkonsum und Akne beschäftigt. Hierfür betrachteten die Wissenschaftler insgesamt dreizehn Studien und fassten diese im Rahmen einer Meta-Analyse zusammen. So flossen die Informationen von rund 72.000 Probanden in das Projekt ein. Schnell wurde deutlich, dass Milchtrinker rund 16 Prozent häufiger unter Akne litten als jene, die auf Milchprodukte verzichteten. Interessant dabei: Magermilch scheint die Akne-Entstehung sogar noch stärker voranzutreiben. Auch zeigte sich, dass es auf die Menge ankommt. Probanden, die über ein Glas Milch täglich tranken, waren häufiger betroffen als jene, die weniger Milch konsumierten.

Ursachen und Hintergründe

Die Annahme, dass Fett aus Milch Akne fördern, konnte nicht hinreichend belegt werden. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass Magermilch den stärksten Einfluss hatte. Viel wichtiger scheint IGF-1, der Insulin-like Growth Factor, zu sein. Dieser Wachstumsfaktor beeinflusst die Zellteilung und steht auch im Verdacht, an der Entstehung von Krebs beteiligt zu sein. Darüber hinaus könnten in Milch enthaltene Androgene die Fettsynthese stören und somit zu Veränderungen des Hauttalgs führen.
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