Taille-Größe-Verhältnis als wichtiger Gesundheits-Marker

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Bauchfett stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Dessen sind sich Wissenschaftler und Ärzte schon seit Jahren bewusst. Dass hiervon jedoch nicht nur übergewichtige Menschen betroffen sind, haben Forscher aus Brasilien nun festgestellt. Sie machen auf das Taille-Größe-Verhältnis aufmerksam, das auch bei sonst gesunden und aktiven Männern ein Hinweis auf gesundheitliche Risiken darstellen kann.

Was sagt das Verhältnis aus?

Ein Taille-Größe-Verhältnis, das nicht der Norm entspricht, kann das Risiko für verschiedene Erkrankungen steigern. So zum Beispiel für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die allgemein als eine der häufigsten Todesursachen überhaupt gelten. Wurde bislang häufig nur der BMI genutzt, um eine Risikoeinschätzung vorzunehmen, mahnen die Wissenschaftler nun dazu, ebenfalls das Verhältnis von Taille und Größe genauer zu beleuchten.

Wann ist das Verhältnis nicht mehr normgerecht?

Um das eigene Taille-Größe-Verhältnis zu berechnen, braucht es nicht mehr als ein Maßband. Gemessen werden sowohl die Körpergröße als auch der Taillenumfang. Anschließend wird der Umfang der Taille durch die Körpergröße geteilt. Ein Mann mit einem Taillenumfang von 70 Zentimetern und einer Größe von 180 Zentimetern verfügt folglich über ein Taille-Größe-Verhältnis von 0,39. Riskant wird es laut der brasilianischen Forscher ab einem Wert von 0,45 vor allem bei Männern. Bei Frauen beginnt der Risikobereich ab 0,5. Wer bei sich einen zu hohen Wert bemerkt, sollte mit gesunder Ernährung und Sport gegensteuern.

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