Unverträglichkeit gegen Fleisch durch Zeckenbisse?

Vorsicht vor Zecken

Zecken
Foto: © animaflora

Es klingt wie ein Aprilscherz und scheint doch einen wahren Kern zu haben: Zeckenbisse können dafür sorgen, dass betroffene Menschen in Zukunft kein Fleisch mehr vertragen. Die Ursachen haben Forscher nun näher untersucht und fanden heraus, dass der kleine Blutsauger spezielle Moleküle überträgt. Schutz vor Zecken bleibt folglich auch für Fleischliebhaber essenziell.

Das Immunsystem kann provoziert werden

Beißt eine Zecke zu, ist die Übertragung von Zuckermolekülen möglich, die sich sonst in tierischen Körpern finden. Das Immunsystem nimmt diese Moleküle nach dem Biss wahr und bildet Antikörper. Sobald eine betroffene Person in der Zukunft Fleisch konsumiert, kommt es zu einer Reaktion des Immunsystems auf die gleichen Zuckermoleküle. Diese Reaktion kann unterschiedlich heftig ausfallen. Von Atemnot über Ausschläge bis hin zu starkem Juckreiz ist alles möglich. Lediglich bei Fisch und Geflügelfleisch bleibt die unerwünschte Wirkung aus.

Zeckenbisse: Ein unterschätztes Risiko

Sich eine Fleischallergie durch Zeckenbisse einzuhandeln, mag recht unwahrscheinlich sein. Doch dieses Szenario ist nicht das einzige, das zu den Folgen eines Bisses gehören kann. Weiterhin gelten FSME und Borreliose als Erkrankungen, die von Zecken auf den Menschen übertragen werden können. Es gilt daher, sich in der Natur gut zu schützen und nach Wanderungen oder der Arbeit im Garten auf die kleinen Blutsauger zu untersuchen. Kommt es doch einmal zu einem Biss, so sollte die Zecke schnellstmöglich entfernt werden. Es ist wichtig, die Bissstelle zu beobachten und bei Rötungen, Fieber oder anderen Krankheitszeichen einen Arzt aufzusuchen.
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