Vollbad kann die Gesundheit fördern

Frau in der Badewanne

Jetzt im Mai scheint es angesichts der warmen Außentemperaturen nahezu unvorstellbar, abends ein heißes Bad zu nehmen. Dass das dennoch empfehlenswert sein könnte, haben nun Forscher an der University of Oregon herausgefunden. Sie untersuchten eine Gruppe stark übergewichtiger Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom und ließen sie regelmäßig heiß baden. Die Ergebnisse zeigten: Warme Bäder können die Gesundheit unterstützen. (Lesen Sie auch: Tipps zum Baden)

Was ist das polyzystische Ovarialsyndrom?

Beim polyzystischen Ovarialsyndrom handelt es sich um eine Störung des Hormonhaushaltes, die mit vermehrter Körperbehaarung, Hautunreinheiten, stark fettender Haut und unregelmäßigen Zyklen einhergeht. Grund hierfür ist eine zu hohe Konzentration des Hormons Testosteron im Körper der Betroffenen. Frauen, die unter dem polyzystischen Ovarialsyndrom leiden, fühlen sich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belastet. Um die Auswirkungen warmer Bäder auf das Syndrom zu untersuchen, forderten die Forscher alle Probandinnen dazu auf, in einem Zeitraum von zwei Monaten etwa drei bis vier warme Bäder wöchentlich zu nehmen.

Die Auswirkungen warmer Bäder

Wie sich zeigte, lösten die regelmäßigen Vollbäder zahlreiche positive Veränderungen aus. Blutzucker, Herzfrequenz sowie Blutdruck regulierten sich, entzündliche Prozesse wurden gelindert und es stellte sich teilweise sogar eine regelmäßige Wiederkehr der Periode ein. Auf Basis dieser Erkenntnisse gehen die Forscher davon aus, dass warme Bäder den Körper ähnlich wie Sport fordern, indem sie die Durchblutung anregen und Entzündungen im Körper hemmen. Ob sich diese Wirkung nur beim polyzystischen Ovarialsyndrom zeigt, müssen weitere Untersuchungen klarstellen.

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