Gesundheit: Mahnende Worte zur Welt-Aids-Konferenz

Zeitung zum Thema Gesundheit

Vom 23. bis zum 27.7.2018 fand die diesjährige Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam statt. Viele Menschen, so die allgemeine Auffassung, achten heute verstärkt auf ein gesundes und nachhaltiges Leben. Aids als gefährliche Krankheit jedoch rückt dabei immer stärker in den Hintergrund. Nun aber zogen die Experten zum Abschluss der Konferenz kein milderndes, sondern vielmehr ein besorgtes Fazit.

Aids nicht noch lange nicht besiegt

Noch vor einigen Jahren war klar, dass die Ansteckung mit Aids zu den möglichen Folgen ungeschützten Sexualverkehrs gehören kann. Die Aufklärung diesbezüglich galt als solide, was für sinkende Neuerkrankungen sorgte. Inzwischen aber scheinen Menschen angesichts des Rückgangs leichtsinniger zu werden. So mahnte Bill Clinton während der Welt-Aids-Konferenz dazu, den Kampf nicht durch Nachlässigkeit zu gefährden. Aids nämlich bleibt trotz geringerer Erkrankungszahlen eine Gefahr für Frauen und Männer.

Nicht überall ist die Lage entspannt

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass Aids in einigen Ländern nicht so sehr zurückgedrängt werden konnte wie in Deutschland. Es gibt rund fünfzig Länder, die inzwischen von steigenden Erkrankungszahlen berichten. Vor allem in Zentralasien und Osteuropa stiegen die Zahlen in den vergangenen Jahren deutlich an. Von rund 130.000 bis 190.000 Neuinfektionen pro Jahr ist hier die Rede. Es ist daher von größter Bedeutung, dass das gesellschaftliche Bewusstsein weiterhin für Aids sensibilisiert wird. Aufklärung und Kampf gegen die Diskriminierung Erkrankter spielen laut Experten besonders wichtige Rollen hierbei.
Mehr zum Thema Gesundheit

Foto: © Zerbor