Unsichtbare Gefahr – Mikroplastik in Pflegeprodukten

Zeitschrift zum Thema Gesundheit

In vielen Tests und Analysen nehmen Forscher immer wieder Pflegeprodukte und Make-Up unter die Lupe. Doch nicht nur Chemikalien wie Farb- und Duftstoffe gelten heute als bedenklich, denn in vielen Produkten findet sich auch sogenanntes Mikroplastik. Wie eine Umfrage von Greenpeace nun ergab, wünschen sich zahlreiche Verbraucher einen vollständigen Verzicht auf die kleinen Plastikfragmente. Denn nebst seiner gewünschten Funktion stellt Mikroplastik vor allem eine Gefahr für die Umwelt dar.

Warum Mikroplastik?

Die Gründe, aus denen Hersteller sich für die Zugabe von Mikroplastik entscheiden, sind vielfältig. So helfen die kleinen Kügelchen in Zahncreme und Peeling dabei, die reinigende Wirkung des Produktes zu verbessern. Bei manch anderer Creme hingegen wird Mikroplastik eingesetzt, um die Bindefähigkeit oder das Volumen zu erhöhen. Der Nachteil: Nicht nur der Mensch nimmt das Mikroplastik auf, sondern die künstlichen Stoffe gelangen außerdem in die Umwelt. Da es sich um Kunststoff handelt, kann dieser jedoch nicht abgebaut werden und sorgt für eine nicht geringe Verunreinigung.

Die Auswirkungen von Mikroplastik

Klar ist: Weder für den Menschen, noch für Tiere und die Umwelt ist Mikroplastik gut. Die Filter in Kläranlagen sind oft nicht dazu in der Lage, die feinen Partikel auszusieben, weswegen diese langfristig in Gewässer wie Flüsse und Meere gelangen. Wie sich in Studien zeigte, können sich heute in nur einem Liter Wasser rund einhundert solcher kleiner Plastikpartikel befinden. Im Meer nehmen dann auch die dort lebenden Tiere das Mikroplastik auf, es reichert sich in deren Körpern an und kann sich zu einer lebensbedrohlichen Gefahr entwickeln. In den USA werden daher ab 2018 keine Produkte mit Mikroplastik mehr zugelassen sein. Wann ein Verbot der künstlichen Minipartikel auch in Europa ausgesprochen wird, bleibt jedoch abzuwarten.
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Foto: © Zerbor