Studie: Marathonlaufen kann das Herz belasten

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Sport und Bewegung sind untrennbar verbunden mit einem gesunden Lebensstil. Ob regelmäßiges Joggen, Yoga oder Nordic-Walking. Oft empfehlen Experten moderate Belastungslevel, um eine Überforderung zu vermeiden. Bei Marathonläufern nämlich scheint das Herz mehr leisten zu müssen, als bisher gedacht. Die American Heart Association hat nun Ergebnisse veröffentlicht.

Schlechte Vorbereitung birgt Risiken

Wie Forscher in Spanien herausfanden, steigen bestimmte Biomarker im Blut nach einem Marathon deutlich an. Diese Marker zeigen, wie wahrscheinlich ein sogenanntes „Herzereignis“, also beispielsweise ein Infarkt ist. Bei untersuchten Marathonläufern stellte sich heraus, dass deren kardialer Stress bei einem Marathon am größten war. Auch der Herzmuskel muss in diesem Fall besonders intensiv arbeiten, was nicht immer risikofrei gelingt. Ganz besonders gilt dies für Amateursportler, die sich mit einem Marathon überfordern und nicht ausreichend auf die Langstrecke vorbereitet haben. Lesen Sie auch: Vorbereitung auf den Marathon

Langsam starten und nicht zu viel wollen

Wer sich nun also vorgenommen hat, im kommenden Jahr einen Marathon zu laufen, sollte rechtzeitig mit dem Training beginnen und nur dann am Langstreckenlauf teilnehmen, wenn die persönliche Fitness es zulässt. Bestehen Zweifel an der Leistungsfähigkeit ist es vernünftiger, kürzere Distanzen zu bevorzugen. Ein Halbmarathon oder auch Zehn-Kilometer-Läufe nämlich ließen die besagten Biomarker weit weniger ansteigen und sind somit laut der Wissenschaftler mit einer geringeren Muskelbelastung verbunden.

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