Wellness aus der Dose: Wasserspray ist umweltschädlich

Verschiedene Kosmetikprodukte
Symbolbild: © PhotoSG

Bei großer Hitze mitten im Hochsommer neigt der Mensch dazu, das Wetter zu verfluchen. Wer im Auto oder in der Stadt unterwegs ist, leidet unter hohen Temperaturen und wünscht sich nichts sehnlicher als Abkühlung. Ist diese in Form von Schwimmbad oder Dusche nicht verfügbar, soll Wasserspray helfen. Das dachte sich nun die Drogeriemarktkette dm und handelte sich einen Shitstorm ein.

Werbung bei Facebook sorgte für Ärger

Sicherlich ahnte die Marketingabteilung des Unternehmens am 18. Juni nicht, dass ihr Werbeposting für eine Welle der Empörung sorgen würde. Bei Facebook posteten die Verantwortlichen ein Bild des Balea Wassersprays, das in einer Sprühdose daherkommt und teilweise mit Duftstoffen versetzt ist. In einer Sorte ist tatsächlich ausschließlich Wasser enthalten. Der zugesetzte Stickstoff ermöglicht lediglich das Sprühen des feuchten Nebels per Druck. Viele Verbraucher reagierten auf die Werbeanzeige mit erbosten Kommentaren.

Zunehmendes Bewusstsein für nachhaltigen Konsum

Die Rückmeldung, die dm auf sein Posting erhielt, lässt sich leicht zusammenfassen: Ein Großteil der Kommentatoren kritisierten die Tatsache, dass durch die Produktion der Aluminiumdosen unnötige Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung stattfindet. Da dm sich sonst durchaus mit nachhaltigen Produkten hervortut, irritierte das Anpreisen des Wassersprays viele Betrachter umso stärker. Eine Idee ging aus dem Shitstorm ebenfalls hervor: Wer sich in diesem Sommer abkühlen möchte, kann kurzerhand einen kleinen Blumensprüher zweckentfremden und ihn mit frischem Wasser befüllen.
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