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Was ist Slow Food?

Eine bisher oft unbemerkte Langsamkeit überkommt das Land. Slow Food heißt die Bewegung
Ein Teller mit Slow Food
Slow Food ist genussvolles Essen - Foto: © Kelli Dailey
und sie ist längst mehr als nur ein schnelllebiger Trend. Bereits 1989 gründete Carlo Petrini in Italien diesen gemeinnützigen Verein, der sich so manch große Ziele gesetzt hat und so eine Art Lobby gegen Fast Food bildet.

Wir alle müssen essen und ausreichend Nahrung zur Verfügung zu haben, ist für die meisten Menschen hierzulande eine Selbstverständlichkeit. Ohne Bedenken können wir an den Kühlschrank gehen und holen uns eine der zahlreich im Supermarkt angeboten Fertiggerichte. Zeit haben die wenigsten im Überfluss und so kommt es uns nicht selten gelegen, die ach so praktischen Speisen aus der Schachtel oder den Salat aus der Tüte als vollwertige Mahlzeit anzusehen und zu genießen. Wobei nach der Devise von Slow Food von genießen keine Rede sein kann. Genussvolles Essen bedeutet mehr als nur ein Mikrowellengericht zu erwärmen und es noch schnell vor dem nächsten Termin zu verschlingen.
Informationen über die gesunde Ernährung

Genussvolles Essen
Die Qualität des Essens spielt eine große Rolle. Keine industriell gefertigte Nahrung soll auf den Tisch. Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel sind tabu. Slow Food steht nicht nur für eine Einstellung gegenüber gesunder Nahrung, sondern leistet auch politische Arbeit.
Aufklärungsarbeit über die Risiken von Chemikalieneinsatz, Monokulturen oder Massentierhaltung steht genau so im Programm wie Informationen über genmanipulierte Produkte und dem damit verbunden Verbraucherschutz. Bewusst genießen, sich Zeit nehmen und die Nahrung in seiner reinen Form, seiner Herstellung und Herkunft wieder kennen lernen ist den Mitgliedern der Slow Food Bewegung wichtig.

In unserer globalisierten Welt stellt es kein Problem dar, mitten im Winter Erdbeeren zu kaufen oder im Sommer Rosenkohl in den wärmsten Regionen der Welt zu essen. Slow Food unterstützt die Erhaltung regionaler Küchen. Soll heißen, die Besonderheiten der örtlichen Spezialitäten und Produkte darf nicht durch die Globalisierung verdrängt und damit in Vergessenheit geraten. Der Anbau und die Weiterverarbeitung auf traditionelle Art und Weise wird gefördert und damit die Entstehung von Lebensmitteln mit authentischem Charakter gewährleistet. Das stärkt die Wirtschaft und hilft, den Erhalt von Getreide, Obst- und Gemüsesorten zu sichern und auf gewisse Weise eine Biodiversität zu schaffen. Produkte der Saison zubereiten und den all zu oft vereinheitlichten Geschmack der einzelnen Produkte wieder lernen. Das heißt nicht, dass man keinen Kaffee aus Brasilien mehr trinken darf. Doch jeder mündige Bürger sollte darauf achten, dass das Produkt welches er kauft, zu fairen Preisen erworben wird, die es dem herstellenden Bauern ermöglichen, nicht an der Grenze der Existenz leben zu müssen.
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Fazit
Mittlerweile hat Slow Food eine anerkannte Universität für gastronomische Wissenschaften in Pollenzo gegründet. Auch auf Messen wie zum Beispiel der der BioFach oder der Grünen Woche in Berlin ist Slow Food vertreten und findet ständig mehr Anhänger. Mehr als 80.000 Mitglieder in mehr als 100 Ländern weltweit zählt der gemeinnützige Verein. Alle Altersgruppen sind vertreten und kommende Generationen werden mit Sicherheit davon profitieren.

Sicher gibt es gute Argumente für eine industrialisierte Nahrungsproduktion. So sind Kritiker der Meinung, es sei mit der Vorgehensweise von Slow Food nicht möglich, die weltweit ständig wachsende Bevölkerung zu ernähren. Doch könnte es Slow Food wahrscheinlich schaffen, mit Ihrem Einsatz den Bürgern die Option offen zu halten, die Geschmacksvielfalt wieder kennen zu lernen und denen die Wert auf Ästhetik beim Essen legen, die Möglichkeit zum Genuss geben. Denn wie wir alle wissen: Ernährung ist auch eine Sache des guten Geschmacks.

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