Amazonenkriegerinnen erkannte man daran, dass sie nur eine Brust besaßen. Die andere hatten sie sich kurzerhand abgeschnitten, weil sie beim Bogenspannen störte. Aber das
Immer mehr Frauen finden ihren Busen zu klein und denken
über eine Brustvergrößerung nach - Foto: © olly
Berufsbild der Amazonen unterschied sich auch deutlich von dem heutiger Frauen. Gerade im Unterhaltungsgewerbe sind zwei wohlgeformte Brüste - gerne jenseits von Körbchengröße C - der Karriere durchaus förderlich. Das hat im Laufe der letzten Jahrzehnte dazu geführt, dass operative Vergrößerungen der Stillorgane so selbstverständlich geworden sind wie eine Mandel- oder Blinddarmoperation.
Längst sind es nicht mehr nur Schauspielerinnen und "Schauspielerinnen", Models und Modelle, die mit überdimensionalem Dekollete punkten wollen. Auch ganz normale Hausfrauen, Studentinnen und Kaufmännische Angestellte, die glauben, von Natur aus zu wenig Holz vor der Hütt'n zu haben, lassen sich mit körperfremdem Material - in der Regel Silikon - auspolstern. Aber welche Risiken sind damit verbunden und welche Alternativen gibt es?
Eine Karriere bei der Bundeswehr oder der Polizei ist mit Implantaten bisher ausgeschlossen. Doch das ist nicht das größte Risiko. Zunächst einmal kann es bei jeder Operation zu
nachträglichen Blutungen, Wundheilungsstörungen und Infekten kommen. Es besteht die Möglichkeit von Gefühlsstörungen der Brusthaut oder der Brustwarzen. Die normale Fremdkörperreaktion, bei der sich eine Gewebekabsel um das Implantat bildet, kann zu einer schmerzhaften Verhärtung und Formveränderung führen, die einen Austausch oder eine Entfernung des Implantats erfordert.
Risiken und Nebenwirkungen bei Brustvergrößerungen
Da sich Implantate mit der Zeit abnützen und nur eine begrenzte Lebensdauer haben, müssen besonders junge Frauen im Laufe der Zeit mit einem oder mehreren Wechseln der Implantate rechnen. Bei harten Stößen kann es zu Rissen des Silikonbeutels kommen. Alle ein bis zwei Jahre wird aus all diesen Gründen eine Kontrolle der Implantate empfohlen.
Die Hülle besteht aus festem Silikon, während die Füllung variieren kann. Neben Silikongel wird auch Kochsalzlösung oder Hydrogel verwendet. Früher gängige Sojaölfüllungen werden heute in der Regel nicht mehr verwendet.
Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Einsatz von Brustimplantaten nur, wenn die Patientin seelisch stark unter ihrem Busen leidet oder die Brust durch Unfall oder eine Tumoroperation geschädigt ist. Brustvergrößerungen aus rein ästhetischen Gründen müssen, ebenso wie Folge- und Nebenkosten, selbst bezahlt werden.
Brustvergrößerung beim Mann
Nicht nur Frauen apellieren mit operativ vergrößerten Milchdrüsenbehältnissen an die niederen Instinkte des anderen Geschlechts, auch Männer arbeiten mit Implantat-Tricks. Wer den
täglichen Gang ins Fitness-Studio und das Eisenstemmen auf der Hantelbank scheut, kann mittels Implantaten Brustmuskeln vortäuschen.
Silikon ist jedoch in den seltensten Fällen die Lösung und bekämpft meist nicht die Ursache von Problemen. Das traurige Leben vieler Busenstars, die teilweise groteske Mengen an Silikon mit sich herumschleppen, zeigt, dass es viel wichtiger und richtiger wäre, an der Persönlichkeit und am Selbstbild zu arbeiten. Vergrößerte Brüste bedeuten nicht unbedingt vergrößertes Selbstbewusstsein, doch umgekehrt kann ein besseres Selbstbewusstsein eine Brust-OP überflüssig machen.
Wahre Schönheit kommt von innen. Und eine lebenslustige, selbstsichere Frau wirkt auch mit kleinen Brüsten allemal anziehender und schöner als eine unglückliche, unsichere und mit sich selbst unzufriedenene Frau mit Körbchengröße D.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]
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