Bei dem Seborrhoischen Ekzem handelt es sich um eine chronische, fettig-schuppige Hautentzündung, die vor allem am behaarten Kopf, an den Augenbrauen, im Gesicht, sowie am Rumpf auftritt. Sie befällt insbesondere Bereiche, in denen viele Talgdrüsen vorkommen. Die Erkrankung verläuft in Schüben, das heißt, dass sich die Hautsymptome nur zeitweise zeigen.
Das seborrhoische Ekzem wird auch als seborrhoische Dermatitis bezeichnet.
Die Erkrankung verursacht einen fettigen, geröteten und schuppenden Ausschlag und ist für den Betroffenen sehr belastend, weil er oftmals im Gesicht auftritt. Zudem jucken die erkrankten Hautbezirke häufig. Kennzeichnend für die Krankheit ist eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung, die zu einem verstärkten Fettfilm auf der Haut führt.
Zeigen sich die schuppenden Hautbezirke bei einem Baby in den ersten Lebensmonaten, spricht man vom Gneis.
Auch junge Männer erkranken häufig am seborrhoischen Ekzem. Frauen erkranken bevorzugt nach den Wechseljahren. Besonders Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem neigen dazu, an dem Ekzem zu erkranken. So leiden rund 80% aller AIDS-Patienten an der seborrhoischen Dermatitis.
Auch Kopfschuppen sind in den meisten Fällen eine milde Form des seborrhoischen Ekzems.
Ursachen
Bei einem gesunden Menschen unterliegt die Haut einem ständigen Erneuerungsprozess. Im Innern der Haut bilden sich neue Hautzellen und die äußere Hautschicht schilft ihre alten und
abgestorbenen Hautzellen ab. Beim seborrhoischen Ekzem wird die Haut in großen, fettigen Hautschuppen abgestoßen.
Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch nicht endgültig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass eine zugrunde liegende Entzündung in den Haarbälgen durch Hefepilze eine Rolle spielt. Dieser Pilz ist für einen gesunden Menschen harmlos. Unter bestimmten Bedingungen kann er sich jedoch übermäßig vermehren und so Krankheitswert erlangen.
Als Voraussetzung, dass dieser harmlose Pilz Schaden anrichten kann, ist eine angeborene oder erworbene Immunschwäche. Zu den begünstigenden Faktoren zählen jedoch auch hormonelle Schwankungen, klimatische Einflüsse, wie Hitze und Feuchtigkeit.
Symptome
Das seborrhoische Ekzem äußert sich durch scharf begrenzte, gelblich-rote Herde mit fettigen Hautschuppen. Diese treten besonders häufig auf am behaarten Kopf, im Gesicht, im Brustbereich, auf dem Rücken und im Genitalbereich.
Diagnose seborrhoische Dermatitis
Anhand ihres typischen Erscheinungsbildes kann ein Hautarzt das seborrhoische Ekzem meist problemlos diagnostizieren. In einigen Fällen weist das Ekzem jedoch eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Schuppenflechte oder einem Kontaktekzem auf.
Wenn das Ekzem nicht mit Sicherheit diagnostiziert werden kann, wird der Hautarzt einen Allergietest durchführen und zusätzlich abgeschabte Hautschuppen mikroskopisch untersuchen.
Therapie
Da das seborrhoische Ekzem eine chronische und immer wiederkehrende Erkrankung ist, gliedert sich die Therapie in eine Akut-Therapie und in eine Erhaltungstherapie für die beschwerdefreien Zeiträume. Im akuten Stadium werden pilzabtötende Medikamente (Antimykotika) eingesetzt. Die Antimykotika kommen in Form von Cremes, Salben, Lotionen und Shampoos zum Einsatz. In besonders hartnäckigen Fällen werden Antimykotika auch in Tablettenform verordnet.
Bei einem starken Schub ist es möglich, dass das Ekzem mit Bakterien infiziert wird. In diesem Fall muss ein Antibiotikum verabreicht werden.
Bei besonders starker Schuppenbildung werden so genannte Keratolytika, zum Beispiel Salizylsäure oder Harnstoff, verschrieben. Die Substanzen dieser Medikamente weichen die Hautschuppen auf und lösen sie ab.
Bei entzündeten Hautbezirken wird meist auch Kortison verordnet.
Allerdings sollte vor Therapiebeginn immer ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.
Sobald der akute Schub vorüber gegangen ist, steht die Pflege der Haut im Vordergrund.
Um den nächsten Schub möglichst lange hinaus zu zögern, sollten Pflegeprodukte, die ein Keratolytikum enthalten, angewendet werden. Zudem sollten sie hautneutral sein, um die Haut nicht unnötig zu reizen.
Prognose
Das seborrhoische Ekzem verläuft chronisch oder in akuten Schüben, ähnlich wie auch bei der Neurodermitis oder der Schuppenflechte. Eine vollständige Ausheilung der Krankheit ist in den meisten Fällen nicht möglich. Durch eine sorgfältige Hautpflege kann das Ekzem jedoch recht gut unter Kontrolle gebracht werden.
Die einzige Ausnahme bildet das seborrhoische Ekzem im Säuglingsalter, das meist nach einigen Wochen wieder völlig abheilt.
Im Winter leiden Betroffene verstärkt unter Schüben, die in den Sommermonaten dann wieder deutlich abklingen.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]
Was ist Akne?
Akne zählt zu den häufigsten Hautkrankheiten überhaupt. Fast jeder von uns hat in der Pubertät darunter gelitten. In den meisten Fällen beginnt die Akne in der Pubertät und klingt spätestens im dritten Lebensjahrzehnt wieder ab.
mehr über Akne
Schwarzer Hautkrebs
Das Melanom ist ein hochgradig bösartiger Tumor, der von den Pigmentzellen der Haut ausgeht, umgangssprachlich wird er auch als "schwarzer Hautkrebs" bezeichnet.
Mehr zum Thema schwarzer Hautkrebs
Natoya Interaktiv
Werden Sie aktiv und diskutieren mit anderen Usern über dieses oder viele andere Themen in unserem Wellnessforum
Schöne Haut durch gesundes Essen
"Wahre Schönheit kommt von innen"! Dieser oft verwendete Spruch trifft auf etwas ganz besonders zu: Unsere Haut. Sie dient neben ihrer Funktion als schützende Hülle auch als Anzeige dafür, was in unserem Körper nicht stimmt.
Mehr Tipps für die Hautpflege von innen
Milch macht schön
Kleopatra ging als eine sehr schöne, aber auch sehr exzentrische Frau in die Weltgeschichte ein. Auf der einen Seite war sie eine kühl kalkulierende Herrscherin, die sich in punkto Macht und Gerissenheit nicht vor ihren männlichen Kollegen zu verstecken brauchte, auf der anderen Seite legte sie größten Wert auf ihre äußere Erscheinung und badete am liebsten in Milch.
mehr über Milch macht schön
Leckere Tomaten
Tomaten gehören bei uns wohl zu den beliebtesten Gemüsesorten. Stammen sie allerdings aus dem Gewächshaus, schmecken sie oftmals wässrig. Abhilfe schafft der Anbau von Tomaten im eigenen Garten. Beachtet man einige Regeln, ist das leichter, als man glaubt.
mehr Infos über Tomaten