Ob Neubau oder Sanierung eines Altbaus, dem Bauherrn stellt sich früher oder später die Frage, welche Heizung eingebaut werden soll. Die Wahl muss zwischen klassischem Heizkörper oder Fußbodenheizung getroffen werden. Doch welches ist die bessere Heizung?
Wärmesystem spielt eine wesentliche Rolle
Wenn sich der Bauherr die Frage nach der Heizung stellt, kommen an sich nur zwei Systeme in Frage: Die klassischen Heizkörper oder die Fußbodenheizung.
Grundsätzlich sollte man in jedem Fall die Vor- und Nachteile beider Systeme gegenüberstellen und herausfinden, welche Variante für das entsprechende Objekt am ehesten in Frage kommt.
Oft nimmt einem das geplante Wärmesystem, das installiert werden soll, die Entscheidung schon im Vorfeld ab. Ist beispielsweise der Einbau einer Wärmepumpe geplant, sollte die Entscheidung auf die Fußbodenheizung fallen. Der Grund liegt darin, dass eine Wärmepumpe geringere Vorlauftemperaturen als andere Systeme erzeugt und somit weniger gut für die klassischen Heizkörper geeignet ist.
Fußbodenheizung hat Vorteile
Die Wärme, die von der Fußbodenheizung abgestrahlt wird, empfinden wir allgemein als sehr wohlig und angenehm. Normale Heizkörper können eine solche Atmosphäre nicht schaffen.
Der Grund ist recht einfach. Die Fußbodenheizung erwärmt zunächst die Füße, die Wärme kann anschließend den gesamten Körper entlang nach oben wandern. Klassische Heizkörper wärmen hauptsächlich den Kopf, Füße bleiben hingegen kalt.
Aufgrund dieses Empfindens kann man die Raumtemperatur bei einer Fußbodenheizung um ca. zwei Grad absenken, was einer Energieeinsparung von etwa zehn Prozent gleichkommt. Kritiker bemängeln immer wieder den komplizierten Einbau einer solchen Heizung. Zu Unrecht! Eine Fußbodenheizung kann bei Neubau oder Sanierung bequem im Estrich verlegt und dieser dann ganz konventionell weiterverarbeitet werden. Auch die Kosten für ein solches System sind nicht höher als für eine konventionelle Heizungsanlage.
Ein einfaches System
Neben dem Einbau im Boden ist auch die restliche Installation recht simpel. Ein Heizgerät erzeugt zunächst warmes Wasser zum Heizen, das dann zu einem Heizkreisverteiler geführt wird. Hier sind die jeweiligen Heizschlangen für jeden einzelnen Raum angeschlossen. Mit einem Stellmotor werden die Zufuhr der Wassermenge und damit die Raumtemperatur des entsprechenden Zimmers geregelt.
Sobald der Thermostat des entsprechenden Raumes eine zu niedrige Temperatur meldet, wird automatisch der Stellmotor in Gang gesetzt und die Warmwasserzufuhr erhöht.
Auch die Wartung der Heizung ist einfach. Die Heizschlangen im Boden selbst bedürfen keiner weiteren Wartung und tun für viele Jahrzehnte ihren Dienst. Lediglich die automatische Warmwasserverteilung und die Heizungsanlage selbst müssen - wie bei der konventionellen Heizung - regelmäßig überprüft werden.
Fazit
Eine Fußbodenheizung ist schon eine herrliche Sache. Da die Kosten für eine solche Heizung nicht höher als für gewöhnliche Heizkörper sind, sollte man sich beim Hausneubau oder bei der Sanierung eines Altbaus überlegen, ob man sich nicht für die behaglichere Form der Wärme entscheidet.
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