Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch auf der Matratze. Kein Wunder, dass diesem Schlafuntensil so große Bedeutung beigemessen wird. Lagen unsere Vorfahren noch einfach auf dem Boden oder auf Strohsäcken, so widmet sich der moderne westliche Mensch der Auswahl seiner Matratze mit fast religiöser Inbrunst.
Im Laufe der Jahre sind diverse Systeme entstanden, die um die Gunst des Verbrauchers wetteifern. Nicht jede Matratze ist für jeden Schlaftyp geeignet. Doch was sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Matratzenarten?
Federkernmatratzen
Es gibt verschiedene Unterarten, aber alle besitzen einen Kern aus Stahlfedern, daher der Name. Einfache Federkernmatratzen sind wenig punktelastisch, besser sind Taschenfederkernmatratzen, bei denen die einzelnen Federn in Stofftaschen eingenäht sind. Diese Matratzen besitzen oft auch verschiedene Härtezonen.
Alle Federkernmatratzen eignen sich gut für Menschen, die nachts viel schwitzen, denn sie nehmen keine Feuchtigkeit auf, bzw. geben diese gut wieder an die Raumluft ab, so dass es kaum Probleme mit Schimmelbildung an der Matratze gibt. Allerdings muss man nachfragen, ob die Federkernmatratze der Wahl für verstellbare Lattenroste geeignet ist.
Eine seltene Abart ist die Luftfederkernmatratze, bei der die Härte durch unterschiedlich starkes Aufpumpen des Luftkerns reguliert werden kann.
Latexmatratzen
Latexmatratzen bestehen zu unterschiedlichen Anteilen aus Kautschuk und Schaumstoff. Zusätzlich enthalten sie geringe Mengen Vulkanisiermittel wie Schwefel und Salze. Bei Schichtlatexmatratzen kommt noch der Klebstoff hinzu, mit dem die einzelnen Schichten verbunden werden. Das kann zu einem leichten Geruch führen, der besonders empfindlichen Nasen unangenehm ist.
Diese Matratzenart passt sich sehr gut an verstellbare Lattenroste und an die Körperkonturen an, sie ist sehr punktelastisch und wenig anfällig für Milben. Außerdem macht sie auch bei unruhigem Schlaf absolut keine Geräusche. Allerdings kann sie mit ihrem hohen Gewicht recht unhandlich sein.
Das Wasserbett
Es gibt Menschen, die einmal auf einem Wasserbett geschlafen haben und seitdem alle anderen Arten ablehnen. Man liegt druckfrei und entspannt, wird, je nach Art und Füllmenge, leicht gewiegt. Die Temperatur des Wassers in der Unterlage lässt sich individuell regeln. Das ist allerdings auch einer der Nachteile: Wasserbetten müssen elektrisch beheizt werden, weil sie sonst einfach zu kalt sind. Außerdem sind sie sehr schwer. Nicht jede Altbaudecke erträgt dieses Gewicht; im Zweifel muss die Statik überprüft werden.
Kaltschaummatratzen
Schaumstoffmatratzen sind heute durchaus ernst zu nehmende Alternativen. In guter Qualität sind sie sehr punktelastisch, passen sich Körper und Lattenrosten gut an und verursachen keine Geräusche, wenn man die Schlafposition wechselt. Sie besitzen eine lange Lebensdauer und sind wenig anfällig gegen Milben.
Viskoelastische Matratzen
Auch diese Neuentwicklung besteht aus Schaumstoff, jedoch aus einem Formgedächtnisschaum, der sich den Körperkonturen besonders gut anpasst und nach dem Aufstehen nur langsam in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Diese Matratzen sind meist noch ziemlich teuer und häufig zu warm für Menschen, die nachts leicht schwitzen.
Übrigends, Matratzen kaufen können Sie auch ganz einfach im Internet!
Naturmatratzen
enthalten unterschiedlichste Materialien. Das kann Kokosfaser sein oder Rosshaar, Naturlatex oder Seegras oder Stroh. Dadurch können sie am Ende ihres Lebens leicht recycelt werden und gasen keine Chemikalien aus. Allerdings neigen sie zur Kuhlenbildung und bieten Milben und Pilzen einen besseren Nährboden als Schaumstoff- oder Federkernmatratzen.
Neben diesen Typen gibt es noch weitere Ab- und Unterarten, doch das wichtigste an jeder Matratze ist nicht das Material, sondern, wie Sie persönlich darauf schlafen. Da hilft kein Lesen, sondern nur Ausprobieren. BRW-Schlafsysteme zum Beispiel finden Sie auch im Interne!
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