Irgendwann fängt jeder Mensch an, egal, ob Mann oder Frau, im Spiegel nach den ersten Falten
Anti Aging Produkte - Ab wann sinnvoll?
Foto: © Olga Lyubkin
Ausschau zu halten. Da sich bereits ab einem Alter von ungefähr 25 Jahren die Hautstruktur nachhaltig verändert, sollte von Anfang an der Faltenbildung mit diversen Cremes entgegen gewirkt werden. Grund der Hautveränderungen ist, dass die Hautzellen nicht mehr so gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Durch die so geminderte Eigenregeneration wird die Haut dünner, trockener und verliert an Elastizität. Letzteres begründet sich durch die verminderte Bildung von Elastan und Kollagen, also der Stoffe, die für die Spannkraft der Haut zuständig sind. Wann und in welcher Intensität dieser Alterungsvorgang einsetzt, ist von mehreren Faktoren abhängig.
Voraussetzungen werden in die Wiege gelegt
Menschen, deren Haut und Haar eher hell sind, neigen schneller zur Faltenbildung. Die Haut ist bei diesem sogenannten skandinavischen Typ wesentlich empfindlicher gegenüber
Sonneneinstrahlung und anderen Wettereinflüssen. Der südländische Typ, also Menschen mit eher dunkler Haut und dunklen Haaren, scheinen diese äußeren Einflüsse besser vertragen zu können. Zusätzlich spielt es eine tragende Rolle, ob man über eine normale oder trockene Haut verfügt. Letztere neigt eher zur Faltenbildung.
Der eigene Lebensstil ist ausschlaggebend
Neben den genetischen Vorbedingungen spielt aber auch der persönliche Lebensstil eine wichtige Rolle. So gibt es zahlreiche Faktoren, die den Alterungsprozess der Haut beschleunigen können. Wenn man Solarien besucht oder häufiger Sonnenbäder nimmt, schadet hier das UV-Licht der Haut. Da ist Rauchen nicht nur allgemein gesundheitsschädlich, sondern trägt ebenfalls dazu bei, dass die Haut schneller altert. Ist man permanent Stress ausgesetzt oder bekommt nicht genug Schlaf, wird ebenfalls das frühe Altern begünstigt. Zusätzlich kann eine falsche Ernährung, die nicht genügend Vitamine und andere lebenswichtige Stoffe enthält, dazu führen, dass die Haut mit vermehrter Fältchenbildung reagiert. Übrigens: Der menschliche Körper besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Wer über längere Zeit zu wenig trinkt, riskiert schnell, dass die Haut spannt oder sogar rissig wird.
Von Jahr zu Jahr schrittweise vorgehen
Je nach genetischen Voraussetzungen und dem persönlichen Lebensstil kann es somit sinnvoll sein, schon mit Ende 20 die ersten Anti-Aging-Produkte zu verwenden. Diese Cremes sollten dann feuchtigkeitsspendende Hyaluronsäuren und Antioxidantien enthalten, welche der Haut einen grundlegenden Schutz gegen Umwelteinflüsse bieten. Sollten sich um die Augen die ersten Falten zeigen, muss man hier nicht gleich das ganze Gesicht mit diversen Produkten behandeln, sondern beginnt idealerweise zunächst mit speziellen Augencremes. Mit retinolhaltigen Cremes kann man ab Mitte 30 die körpereigene Produktion von Kollagen begünstigen. Produkte mit hormonähnlichen Zusätzen sollten dagegen erst ab Mitte 40 zum Einsatz kommen.
Guter Rat gegen erste Fältchen
Grundsätzlich muss gesagt werden, dass man den Alterungsprozess der Haut nicht ganz zum Stillstand bringen, jedoch maßgeblich verlangsamen kann. Ein guter Tipp und eine, im wahrsten Wortsinn, "hautverträgliche" Lösung ist übrigens der Gang in die Apotheke, statt wahllos ins Kaufhausregal zu greifen. Hier kann man sich nicht nur individuelle und auf den Hauttyp abgestimmte Cremes mischen lassen, sondern auch sinnvolle Ratschläge und weitere Präparate erhalten, die es den gefürchteten Falten erschweren, überhaupt erst zu entstehen.
Text: C. v. B.
Helfen Anti Aging Cremes wirklich?
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