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Lippenherpes - kleine Bläschen, aber große Belastung

Sie jucken, sie kribbeln und nässen - Herpesbläschen sind eine unangenehme Angelegenheit. Schon beim ersten Spannungsgefühl an den Lippen ahnen die Betroffenen, was ihnen in den
Ein Gefäß mit Honig
Honig kann bei Lippenbläschen helfen
Foto: © Ovidiu Iordachi
nächsten Tagen bevorsteht. Die empfindlichen Stellen beginnen kleine Bläschen zu bilden. Im Volksmund werden sie als Fieberbläschen bezeichnet. Heilen kann die Medizin Lippenherpes (med. Herpes simplex labialis) nicht. Gegebenenfalls bleibt nur die Option, die Ausbreitung zu verhindern und Infektionen mit Bakterien zu vermeiden.

Ursachen von Lippenbläschen
Lippenherpes wird durch einen Virus verursacht, den Herpes Simplex Virus Typ 1. Beinahe alle Menschen stecken sich bereits vor dem sechsten Lebensjahr damit an, aber nur in geringen Fällen wird er mit den typischen Krankheitssymptomen schon in den jungen Jahren sichtbar. Der Virus hat etwas Tückisches an sich: Ist er einmal im Körper, verbleibt er dort ein Leben lang und kann immer wieder aktiviert werden. Ein Drittel aller Menschen kann ein Lied davon singen, denn sie sind von der ständigen Reaktivierung im Abstand von wenigen Wochen betroffen.

Wie kommt es nun zu einer Infizierung mit dem Herpes Virus?
Bereits eine Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch niesen, husten oder einfach nur durch sprechen kann bereits ausreichen.
Bei direktem Kontakt zwischen Menschen, zum Beispiel beim Küssen, wird der Erreger unmittelbar übertragen. Schmierinfektionen führen häufig dazu, dass Kinder infiziert werden, vor allem wenn Eltern den Schnuller ihres Kindes in den Mund stecken oder vom gleichen Löffel essen. Die Inkubationszeit für Lippenherpes beträgt zwei bis zwölf Tage.

Der Virus wirkt zunächst an den obersten Zellen der Haut, wandert dann aber über die Nervenbahnen zu den Wurzeln und schlummert dort, bis er wieder aktiv werden kann. Das schafft er immer, wenn das Immunsystem aus irgendeinem Grund geschwächt ist. Die Medizin spricht von einer Reaktivierung des Virus. Die Auslöser für eine derartige Reaktivierung treffen beinahe Jeden in jeder Lebenslage. Eine zahnärztliche Behandlung oder ein leichter Infekt mit Fieber reichen schon aus. Auch starke UV-Einstrahlung oder hormonelle Schwankungen, wie zum Beispiel während der Menstruation, lassen die kleinen Bläschen aufblühen. Für beinahe jeden Betroffen ist der Faktor "Stress" alarmierend, gerade psychische Belastungen führen zu einer Reaktivierung. Ein erneutes Erscheinen der Herpesbläschen durch schwere Krankheiten wie Tumorerkrankungen oder Verbrennungen treten nur sehr selten auf.

Tritt der Lippenherpes wieder auf, wird er meist wie der Name schon sagt an der Lippe sichtbar. Aber auch die Bereiche um den Mund, das gesamte Gesicht inklusive der Wangen, sogar die Ohren und Augen können betroffen sein. Sehr selten liegt es im Bereich des Möglichen, dass auch innere Organe involviert sind, zum Beispiel die Lunge. Um eine Diagnose zu stellen, reicht es Ärzten in der Regel schon aus, eine Anamnese zu erstellen und die Hautstelle zu betrachten. Theoretisch ist es möglich, durch einen Bluttest die Antikörper nachzuweisen oder einen Abstrich zu nehmen. Jedoch benötigen Mediziner nur in extremen Fällen oder bei einer ersten Infektion die Unterstützung des Labors.

Lippenherpes - Was tun?
Leider sind die Ursachen der Erkrankung nicht behandelbar. Nach acht bis 14 Tagen heilen die Hautstellen von allein wieder ab. Lediglich die Symptome können gelindert werden. Daheim greifen viele Betroffenen zu altbewährten Hausmitteln wie Honig oder Teebaumöl, um die Ausbreitung der Viren und die Infektion mit Bakterien zu verhindern. Helfen die Mittel nicht mehr, sind diverse Präparate in Salbenform in Apotheken erhältlich. Sie wirken antiviral und verhindern die Vermehrung der Viren. In extremen Fällen können Ärzte auch entsprechende Medikamente in Tablettenform oder als Injektion verordnen. Auch in Apotheken sind Zinksalben erhältlich, welche die Bläschen austrocknen. Neu auf dem Markt gebracht wurden sogenannte Herpespflaster. Dabei handelt es sich um kleine durchsichtige Plättchen, die auf die Stelle geklebt werden und eine Ausbreitung verhindern, sowie ein Milieu entstehen lassen, welches die Vermehrung der Viren hemmt.

Wirklich schützen vor einem erneuten Lippenherpes-Ausbruch kann man sich leider nicht. Auch Impfungen sind natürlich nicht möglich. Hilfreich ist es aber, sein Immunsystem zu stärken.
Und zwar durch Sport, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf. Bei starker Sonneneinstrahlung kann ein hoher Sun-Blocker vor neuen Bläschen schützen. Kommt es dann doch noch zu einem Lippenherpes-Ausbruch, steht Hygiene an erster Stelle. Die Behandlung sollte nicht direkt mit den Fingern erfolgen. Wurden die Herpesstellen berührt, kann eine Verbreitung der Viren durch häufiges und gründliches Händewaschen minimiert werden.

Es ist nur ein schwacher Trost, dass so viele Menschen von Lippenherpes mehr oder minder betroffen sind. So fühlt man sich trotzdem unsicher, wenn die unschönen Bläschen am Mund auftreten und nicht besonders schön wirken.
Text: C. D.

Weitere Hausmittel gegen Lippenherpes
  • Melissenöl
  • Zahnpasta
  • Eisbeutel
  • Kamillentee
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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