Naturstein für den Wohnbereich

Eine moderne Wohnung
Naturstein für den Wohnbereich? - Symbolbild: © Vadim Andrushchenko

In diesem Artikel erfahren Sie warum Naturstein für den Wohnbereich geeignet ist und wie man Naturwerkstein pflegt.

Naturstein - Der neue Wohntrend im Innenbereich

Kennen Sie das Gefühl: Sie kommen nach einem anstrengenden Tag nach Hause und ein entspannendes Bad ist das einzige was Sie sich jetzt noch wünschen. Sie liegen in der Wanne und es möchte so gar keine behagliche und gemütliche Stimmung aufkommen, denn die weißen oder beigen Standardfliesen verbreiten einen Charme, den bereits Ihre Großeltern vor einigen Jahrzehnten verspürt haben könnten. Dies liegt wahrscheinlich an der mittlerweile weit verbreiteten Einheitsgestaltung unserer Bäder. Sicher, persönliche Akzente kann man auch mit Accessoires aus dem Deko - Studio setzen. Doch für die wirklich natürliche Gestaltung braucht es schon etwas mehr. Das Zauberwort lautet Naturstein, oder genauer genommen Naturwerkstein. Der Normalbürger verbindet dieses Naturprodukt eher mit der Gestaltung von Gärten, Parks, Fassaden, öffentlichen Gebäuden oder gar mit Grabsteinen. Die Insider wissen jedoch, Naturstein vermag viel mehr. Tipps für die Badeinrichtung

Welcher Naturstein soll es sein?

Ein Bad mit Naturwerkstein
Naturstein eignet sich gut fürs Bad
Foto: © Pavel Losevsky

Jeder Stein ist einmalig und rein ökologisch gewachsen. Ob Sandstein, Kalkstein, Schiefer, Marmor oder der allseits beliebte Granit, unterstreichen Sie die Individualität Ihrer Einrichtung mit einem dieser faszinierenden Materialien. Durch die Vielfalt an Farben, Strukturen und Verarbeitungsmöglichkeiten schaffen Sie sich eine natürlich schöne und individuelle Wohnwelt. Im Handel sind die Steine poliert, geschliffen, geflammt oder gestrahlt erhältlich. Die Möglichkeiten haben fast keine Grenzen. Je nach dem welchen Effekt Sie erzielen möchten, können Sie die verschieden Verarbeitungsmöglichkeiten einsetzen, um zum Beispiel ein Auflockern der Wohnfläche zu erreichen. Die Steine stammen aus aller Welt, vor allem aber aus Brasilien, China, Italien, der Türkei oder Südafrika. Sie werden energiesparend abgebaut und sind unbrennbar. Sie werden positiv überrascht sein, welche lebendige Erscheinung dieses allergiearme Material bewirken kann. Ein harmonisches Gesamtbild sollte sich allerdings immer ergeben. Wie wäre es einmal mit einer mediterranen Gestaltung durch den Einsatz von Marmorelementen. Oder setzen Sie Nuancen durch die Kombination verschiedener Werksteine oder Verarbeitungsvarianten.

Naturwerkstein für den Boden

Sie können das gesunde Baumaterial verwenden, um Ihre Böden neu zu gestalten. Eine sehr gute Wärmespeicherung bringt Naturstein bei einer Fußbodenheizung. Soll es etwas filigraner werden, greifen Sie zu Schiefer. Er ist dezent unauffällig und wirkt trotzdem elegant. Geht Ihre Vorliebe eher in Richtung ländlichem Stil, kann ein Kalkstein eine klassische Optik unterstreichen. Führen Sie doch die warme Ausstrahlung von Naturstein fort, indem Sie zum Beispiel Ihre Waschtische oder Duschen damit gestalten. Nehmen Sie das Thema und die Farbgebung Ihres Natursteins immer wieder auf und setzen Sie es zum Beispiel bei den Fensterbänken fort. Häufig wird Granit zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten verwendet, denn es ist weniger säureempfindlich als zum Beispiel Marmor oder Kalkstein.

Pflege von Naturwerkstein

Chemisch behandeln müssen Sie die Steine nicht, jedoch handelt es sich immer noch um ein Naturprodukt, welches poröse Oberflächen hat. Um lange Freude an Ihrer Steingestaltung zu haben, versehen Sie die Flächen lieber mit einer Versiegelung. Bei Schiefer ist das zum Beispiel Schieferöl. Flecken haben so kaum eine Chance. Wollen Sie wirklich Maßstäbe setzen, dann lassen Sie lieber Ihre Natursteine von einem Fachmann verarbeiten, ein falscher Fugenmörtel kann schnell in den Stein einziehen und ihn verfärben.

Die Langlebigkeit von Naturstein ist überdurchschnittlich oft bewiesen. Vor allem die alten Römer verarbeiteten bereits Marmor, dieser ist bis heute erhalten. Ein geringer Abrieb sorgt für eine ausreichende Strapazierfähigkeit. Wobei es auch bei Natursteinen verschiedene Härtegrade gibt. Granit hat eine besonders harte Oberfläche, wohingegen Schiefer ein sehr weiches Material ist. Das hat den Effekt, dass Schiefer bei starker Benutzung durchaus einen Abrieb hat, dieser aber eher als eine Art Patina wahrgenommen wird und dadurch den Stein bei genauem Hinsehen viel mehr lebendig wirken lässt.

Was kostet Naturstein?

Wenn Sie jetzt denken, Naturstein sei ein unbezahlbares Luxusgut, haben Sie sich stark getäuscht. Einen Granitboden kann man bereits ab fünfunddreißig Euro pro Quadratmeter erwerben. Eine gute Fliese erreicht ohne weiteres den gleichen Preis. Natürlich sind aufgrund der großen Vielfalt und der verschieden Qualitäten die Preise stark unterschiedlich.

Einrichten mit Naturstein heißt Akzente und Maßstäbe setzen. Ein behagliches Wohngefühl in einer Wohnung mit natürlicher Schönheit kann so einfach sein.
Stand: 19.09.2018

Rund ums Wohnen