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Hausstaubmilben bekämpfen - Aber wie?

"Hallo! Mein Name ist Milbe und ich teile mir mit dir das Bett!" Es ist wahrscheinlich niemandem so recht wohl bei dem Gedanken, dass sich Hausstaubmilben in seinem Bett befinden. Und
Blick in ein Schlafzimmer
Hausstaubmilben finden sich in jedem Bett
Foto: © MAXFX
wenn man sich so genau das durch ein Mikroskop vergrößerte Abbild einer Hausstaubmilbe anschaut, juckt es einem irgendwie bei dem Gedanken, sich abends wohlig in sein Kissen und seine Decke zu kuscheln. Und dennoch. Es gibt keinen Haushalt ohne Hausstaubmilben.

Hausstaubmilben sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Sie gehören zu den Spinnentieren und haben daher acht Beine. Sie sind nur 0,1 bis 0,5 mm groß. Und dennoch verursachen Sie bei vielen Menschen eine Allergie. Die Nahrung der Hausstaubmilben sind abgestorbene Hautpartikel. Jeder Mensch verliert sie, am Tag bis zu 1,5 g. Die Oberhaut eines Menschen erneuert sich binnen weniger als einem Monat komplett. Es ist also immer gut für den Nahrungsnachschub der Milben gesorgt. Die abgestorbenen Hautschuppen werden jedoch nicht einfach so von den Milben verspeist, sondern müssen vorerst von bestimmten Schimmelpilzen verdaut werden. Die Milben selbst tragen diesen Pilz auf ihrem Körper und sorgen damit für eine gleichmäßige Verteilung. Haben die Milben das Verdauungsprodukt der Schimmelpilze wiederum verspeist, sorgt daraufhin ihr Kot dafür, dass bei Menschen Allergien entstehen können. Also nicht die Milben selbst oder der Hausstaub sind der Auslöser, sondern die Eiweiße in deren Kot können eine Überempfindlichkeit hervorrufen. Nur ein Gramm Staub aus dem Schlafzimmer enthält bereits 1000 Milben.

Wo findet man Hausstaubmilben?
Hausstaubmilben fühlen sich bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C am wohlsten.
Sie lieben eine Luftfeuchte von 65 bis 80 %. Daher bieten alle Haushalte unter 1500 Höhenmetern ideale Lebensbedingungen für die kleinen Tierchen. Im Bett finden sich die meisten Hausstaubmilben, besonders im Kopfkissen. Da der Mensch nachts im Schlaf transpiriert und Wasser verliert, sorgt dies für ein feuchtwarmes Klima. Ideal für Hausstaubmilben. Aber auch in Decken, Teppichen, Gardinen und Plüschtieren, im Sofa, dem Sessel und dem Lieblingskuschelkissen der Kinder wohnen die possierlichen Tierchen zu Tausenden.

Hausstaubmilben bekämpfen
Verhindern kann das niemand. Aber es besteht durchaus die Möglichkeit, die Anzahl erheblich zu reduzieren. Was kann ich also tun, wenn ich eine Hausstaubmilbenallergie habe und mich ständig Fließschnupfen, Niesen, eine verstopfte Nase und juckende Augen plagen? Oder sogar Atemnot und Hautausschlag hinzukommt? Das Ziel ist zunächst, den Milben so wenig wie möglich Lebensraum zu bieten. Also: Runter mit den schweren Vorhängen, raus mit dem dicken flauschigen Teppich. Luftbefeuchter und Pflanzen finden im Schlafzimmer keinen Platz mehr. Und ein Haustier, so süß es auch sein mag, sollte gar nicht erst Einzug in die Wohnung feiern. Früh und abends hilft jeweils Stoßlüften für ca. 15 Minuten, die Luftfeuchte zu senken. Auch die Matratze kann einmal pro Woche eine viertel Stunde an der Luft und in der Sonne gut vertragen. Milbendichte Matratzenbezüge hungern die Milben aus. Die Bettwäsche sollte regelmäßig gewaschen werden, bei 60 °C mehr als eine Stunde. Um Plüschtiere milbenfrei zu bekommen, reicht es schon, sie eine Nacht lang in der Tiefkühltruhe übernachten zu lassen. Das häufige Staubsaugen und Staubwischen überlässt man besser jemand Anderen.

Was tun bei Hausstaubmilbenallergie?
Medizinisch gesehen besteht die Möglichkeit, antihistaminhaltigen Nasentropfen und Augentropfen eine Linderung der Allergiesymptome zu bewirken. Antihystaminika in Tablettenform wirken beinahe den ganzen Tag. Als Alternative bietet sich die Akupunktur an. Knapp achtzig Prozent der Betroffenen berichten von einer Besserung ihrer Beschwerden. Außerdem können auch Schwangere, Stillende und Diabetiker Akupunktur anwenden.

Ein Leben ohne Hausstaubmilben ist kaum erreichbar. Es sei denn, man zieht an den Polarkreis oder sehr hoch in die Berge. Aber wer kann und will das schon. Daher bleibt den Betroffenen nur die Möglichkeit, sich immer wieder gehörig gegen hunderttausende Hausstaubmilben durchzusetzen.
Text: C. D.

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