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Pollenallergie - ein Albtraum

Grüne Blätterwälder, blühende Gärten, saftige Wiesen: Endlich, der Frühling ist da! An
Frau mit Pollenallergie
Besonders im Sommer leiden Pollenallergiker sehr
Foto: © fred goldstein
Pollenallergie Leidende können dem Frohlocken allerdings nicht so uneingeschränkt zustimmen. Für sie bedeutet das Ende des kalten Winters meist eine laufende oder verstopfte Nase, Husten und Niesen, Juckreiz, tränende und gerötete Augen bis hin zur Atemnot (die Symptome der Pollenallergie).

Es gibt immer mehr Pollenallergiker
Eine Pollenallergie bedeutet eine Überempfindlichkeit gegenüber Blütenpollen und kann den Alltag des Betroffenen stark beeinflussen. Allergien sind generell Regulationsstörungen des Körpers. Der menschliche Organismus reagiert auf harmlose Stoffe falsch, indem er sie wie einen Krankheitserreger bekämpft. Die Ursachen für diese fehlgeleiteten immunologischen Reaktionen sind weitgehend noch immer unbekannt. Die Neigung dazu ist vermutlich angeboren. Experten zufolge steigt die Anzahl der Pollenallergiker immer mehr, u.a. auch da sich die Pollensaison verlängert hat: Die Bäume beginnen früher zu blühen, Gräser und Sommerblüher haben allgemein längere Blühzeiten. Mehrere tausend Pollenkörner werden eingeatmet, an die 50 wirken für einen Allergiker bereits allergieauslösend.
Symptome bei Heuschnupfen

Behandlungsmethoden bei Pollenallergie
Eine Pollenallergie sollte so früh wie möglich behandelt werden. Durch Haut- oder Bluttests kann der Arzt herausfinden, gegen Blüten welcher Bäume, Sträucher, Gräser und sonstiger
Pflanzen man speziell allergisch ist. Spezielle Impfungen lindern die Symptome und verhindern chronische Erkrankungen der Atemwege. Eine Tropfen-Immunisierung, bei der man drei Jahre lang drei Mal wöchentlich den allergieauslösenden Stoff unter die Zunge gibt, soll den Körper allmählich desensibilisieren. Ärzte verschreiben zudem Arzneimittel, die die lästigen Begleiterscheinungen der Pollenallergie lindern können. Entzündungshemmende Nasensprays lassen in etwa die Nasenschleimhaut abschwellen. Gezielt und nicht zu oft eingesetzt ist das zumeist darin enthaltene Kortison angeblich ungefährlich. Antihistaminika wiederum verringern die schädigende Wirkung des Histamins auf die Nasenschleimhaut. Mastzellstabilisatoren wiederum wirken stabilisierend auf die Zellgruppe, aus der die Botenstoffe der allergischen Reaktion - wie z.B. Histamin - ausgeschüttet werden.
Die Behandlung mit den meisten Medikamenten sollte bereits vor Beginn der Blühperiode der den Patienten betreffenden Pflanze(n) beginnen und während der gesamten Pollensaison durchgeführt werden. Ein wirksames Heilmittel im engsten Sinne gibt es leider noch nicht.
Eine Nichtbehandlung kann zu chronischen Atemwegserkrankungen wie Dauerschnupfen und Asthma führen. Zudem läuft man durch die ständige Reizung der Nasenschleimhaut Gefahr, Entzündungen der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs davon zu tragen. Bleibende Hörbeeinträchtigungen, Immunabwehrschwächen und ständige Kopfschmerzen sind oft die Folgen.

Einige Tipps zur Vorbeugung
Zu den Blühsaisonen der jeweiligen Pflanzen kann man sich mit einigen einfachen Maßnahmen recht wirksam gegen die Pollenattacken schützen. So wird geraten, die Fenster geschlossen zu halten und/oder Pollenschutzgitter an den Fenstern zu montieren. Die Wohnung sollte man als Allergiker übrigens allgemein möglichst staubfrei halten. Die Kleidung sollte man nach einem Aufenthalt im Freien unbedingt wechseln und nach dem Waschen keinesfalls im Freien trocknen. Das Tragen von Sonnenbrillen und eventuell auch Hüten hält ebenso einen Teil der Pollen ab. Zudem sei es ratsam, sich nach einem ausgedehnten Aufenthalt im Freien die Haare zu waschen. Ein weiterer guter Tipp ist der Einbau eines Pollenfilters in das Auto. Viele neue Wagen haben ihn bereits serienmäßig eingebaut. Ein regelmäßiger Austausch des Filters durch einen Fachmann ist allerdings regelmäßig notwendig. Spezielle Pollenkalender zeigen an, wann welche Bäume, Sträucher und Kräuter blühen und daher eine höhere Belastung für Allergiker bedeuten.
Ganz entkommen wird man den Pollen wohl nicht, aber mit ein paar Vorbeugemaßnahmen kann man sich vielleicht den einen oder anderen "Nieser" ersparen.

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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