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Hyperhidrose - Starkes Schwitzen ist behandelbar

Die Hände oder Füße sind klitschnass, an den Achseln und am Rücken sind Schweißflecken an der Kleidung sichtbar. Auch wenn man keinen Marathon gelaufen ist und es keine 30°C
Mann schwitzt stark
Starkes Schwitzen kann sehr unangenehm sein
Foto: © stokkete
Außentemperatur hat, ist die Bekleidung trotz intensiver Körperpflege durchgeschwitzt. Man trägt am liebsten nur mehr dunkle Kleidung, weil hier die Schweißbildung nicht so gut zu sehen ist wie auf heller Kleidung und man meidet es, anderen die Hand zu geben. Man ist in seinem Leben eingeschränkt, oft wird man von den Mitmenschen als ungepflegt bezeichnet. Psychische Störungen sind die Folge.
Sollte einer dieser Punkte auf Sie zutreffen, dann leiden Sie wie so viele andere auch an Hyperhidrose.

Ursachen für starkes Schwitzen
Hyperhidrose nennt man die Form von übermäßigem Schwitzen, die über das normale Maß hinausgeht und von der immerhin etwas weniger als 1% der Weltbevölkerung betroffen sind.
Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Hyperhidrosen. Bei der primären Hyperhidrose gibt es keine bestimmte Ursache für die vermehrte Schweißproduktion.
Bei der sekundären Hyperhidrose handelt es sich meist um die ersten Anzeichen einer Erkrankung wie z.B. Schilddrüsenfehlfunktionen, Adipositas oder Diabetes mellitus. Ebenso können gewisse Medikamente (z.B. Psychopharmaka) oder Nahrungsmittel und Gewürze (z.B.
Zimt, Chili, Zwiebel, Kaffee) ein verstärktes Schwitzen erzeugen. Auch kann die Hyperhidrose vererbt werden. Ist ein Elternteil von der vermehrten Schweißproduktion betroffen, liegt die Chance immerhin bei fast 30%, dass auch die Kinder an dieser Störung leiden.

Lokale Behandlungsmöglichkeiten
Vorerst gehört vom Arzt abgeklärt, um welche Form der Hyperhidrose es sich handelt und was die Auslöser für die Schweißüberproduktion sind. In vielen Fällen kann ein Meiden gewisser Nahrungsmittel dem Schwitzen entgegenwirken. Auch können Deos und Salben mit dem Wirkstoff Aluminiumchloridsalz schweißhemmend wirken. Diese verstopfen die Schweißdrüsengänge, was jedoch bei häufiger Anwendung zu Hautunverträglichkeiten führen kann.
Von medikamentöser Behandlung kann abgeraten werden, da diese meist nur kurzfristig wirkt und eine Reihe von unangenehmen Nebenwirkungen wie Konzentrationsschwäche, Blasen- und Mastdarmstörungen und extreme Müdigkeit auslösen kann.
Für Patienten, bei denen die Handflächen bzw. Fußsohlen betroffen sind, kann eine Leitungswasser-Iontophorese eine Besserung von bis zu 80 % bewirken. Bei dieser Behandlung bekommen die betroffenen Stellen 2-3 mal wöchentlich ein ca. 20-minütiges Wasserbad mit Gleichstrom.

Weitere Möglichkeiten für ein fast schweißfreies Leben
Sollten die oben angeführten Methoden nicht den gewünschten Behandlungserfolg erzielen, so bleibt den Patienten meist nur mehr der operative Eingriff. Hierbei werden die Nervenstränge, die zu den Schweißdrüsen führen, unter lokaler Betäubung durchtrennt. Sichtbar bleibt nur ein winziger Schnitt. Aber Achtung: Auch hier kann es vereinzelt nach einigen Jahren wieder zu unerwünschter Schweißbildung kommen, sind diese kleinen Stränge doch in der Lage, wieder nachzuwachsen.
Eine andere Möglichkeit, dem lästigen Schwitzen ein jähes Ende zu setzen, ist die Injektion von Botox. Die Wirkung hält ca. 6 - 9 Monate an, ist jedoch recht kostspielig. Viele bekannte Stars wenden diese Methode an, da dies mit keinerlei Schmerzen verbunden ist und keine Narben entstehen. Denn: Wer würde es schon sexy finden, wenn unsere Topmodels und Stars im durchgeschwitzten Cocktailkleid am roten Teppich erscheinen würden?

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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