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Was ist Botox? - Ein Nervengift für Schönheitsideale

Botox ist mittlerweile zu einem Oberbegriff für die kosmetischen Eingriffe gegen altersbedingte
Frau bei einer Botox Behandlung
Botox wird gegen Falten gespritzt - Foto: © starush
mimische Falten geworden. Botox - genauer gesagt Botulinumtoxin A - ist ein hochwirksames neurotoxisches Protein (Eiweiß), welches von dem Bakterium Clostridium botulineum gebildet wird. Früher wurde dieses Gift aufgrund von zahlreichen Lebensmittelvergiftungen, dem Botulismus, gefürchtet. Heutzutage setzt man es bewusst in der Medizin ein. Bereits seit den 80er Jahren findet es im medizinischen Bereich seine Anwendung. Damals noch zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen. Seit den 90er Jahren wurde sein Wirkungsspektrum weitreichender eingesetzt. Besonders im Rahmen der kosmetischen Medizin erlangte das Nervengift seinen Ruhm.

Das Botulinumtoxin A ist eines der stärksten bekanntesten Gifte auf der Welt. Nur durch die starke Verdünnung ist es für den Menschen weitestgehend unschädlich. Kommt es doch einmal zu einer Überdosierung oder erreicht das Gift versehentlich den Blutkreislauf, ist ein Botulismus - Antitoxin, also ein Gegengift von Nöten, um eine Atemlähmung zu verhindern. Eine künstliche Beatmung ist in einem solchen Ernstfall unumgänglich.
So bleiben Sie schön in jedem Alter

Botox Behandlungen gegen Falten
Bei einer Behandlung mit Botulinumtoxin A wird der verdünnte Wirkstoff jedoch nur in das Muskelgewebe gespritzt. Das Nervengift verhindert die Übertragung von Nervenimpulsen. Der
gespritzte Muskel kann sich daraufhin nicht mehr zusammenziehen. Die darüber befindliche Haut entspannt sich als Folge daher. Der Muskel allerdings verliert nicht seine anderen Nervenfunktionen, Tasten und Fühlen sind also weiterhin möglich. Das Bakterieneiweiß wirkt nur eine begrenzte Zeit und nicht auf Dauer. Bis die Wirkung deutlich sichtbar wird, dauert es ca. 3 - 4 Tage, erreicht seine beste Wirkung nach 10 Tagen und hält dann für ungefähr drei bis vier Monate an. Danach haben sich Neuaussprossungen an den Nervenenden gebildet, und die Prozedur muss wiederholt werden, um ein anhaltendes Ergebnis zu erzielen. Ungefähr acht Tage nach der Erstbehandlung wird der Arzt einen Kontrolltermin veranlassen, bei welchem er noch einmal die Einstiche kontrolliert und gegebenenfalls leicht nachspritzen muss, um ein gleichförmiges Ergebnis nachhaltig zu erzeugen.

Mit dem Altern des Menschen tritt nun einmal zwangsläufig auch der Verlust der Feuchtigkeit der Haut in Kraft. Sie verliert ihre Elastizität. Die Folge: Falten. Sie gehören zum Älterwerden einfach dazu. Niemand kann sie verhindern. Während die Einen stolz auf die Zeichen der Zeit sind und es als eine Art erzählende Lebensgeschichte sehen, fühlen sich die Anderen teilweise nicht mehr in ihrem eigenen Körper wohl. Sie finden ihr Aussehen passt nicht mehr mit ihrer Einstellung, ihrem Lebensstil oder womöglich auch einfach nur nicht mit den Schönheitsidealen unserer Gesellschaft zusammen. Dies kann eine starke psychische Belastung mit sich bringen. Eine "Botox - Behandlung" kann eine Option bieten, sich mit einem minimalen Aufwand einer Faltenunterspritzung statt einer großen OP, wie zum Beispiel einem Facelifting, Abhilfe zu verschaffen. Bei aller Verharmlosung in diversen Medien bleibt jedoch immer noch ein Restrisiko. Denn trotz der einfachen und beinahe schmerzfreien Behandlung, die binnen weniger Minuten ambulant erledigt ist, ist es ein Eingriff in den Körper mit einem - zwar verdünnten - aber dennoch giftigen Wirkstoff. Es gab trotz der guten Verträglichkeit bereits Patienten, die durch unseriöse Behandlung oder durch Fehlbehandlung sogar verstorben sind. Sollten Sie sich daher für eine entsprechende Faltenunterspritzung entscheiden, kontaktieren Sie nur seriöse Ärzte und sehen sie von diversen Beauty - Centern oder Heilpraxen ab. Suchen Sie sich eine Praxis oder ein Krankenhaus mit erfahrenen Ärzten und lassen Sie sich ausführlich über die Risiken beraten. Denn was passiert, wenn es nicht nur bei einer kleinen Schwellung oder Rötung der Haut bleibt? Sind Sie schwanger, stillen Sie oder nehmen Sie Antibiotika, dann sollten Sie von einer derartigen Behandlung vorerst Abstand nehmen und warten, bis nach der Geburt, dem Stillen oder der medikamentösen Behandlung.

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  • Für was wird Botox noch eingesetzt?
    Eine "Botox - Behandlung" ist bei der Allgemeinbevölkerung als wirksames Faltenmittel für Mund-, Nasen- und Augenfalten bekannt. Immerhin kann man damit die "Lachfalten" für einige
    Zeit verschwinden lassen. Das Botulinumtoxin birgt jedoch noch weit umfangreichere Behandlungen für Erkrankungen in sich, die sich im Bereich der Bewegungsstörungen, Spastiken, Schielen und Lidkrämpfen befinden. Auch Patienten mit Hyperhidrose (übermäßigem Schwitzen) werden damit behandelt.
    Das Nervengift verhindert das Freisetzen des Botenstoffes Acetylcholin aus den Nervenfasern. Dieser Botenstoff kann sich daher nicht an die Muskelfasern andocken. Die Muskeln wissen sinngemäß daher nicht, dass sie sich zusammenziehen müssen. Sie bleiben entspannt. Leidet ein Patient zum Beispiel an einer schlimmen Muskelverspannung im Fuß nach einem Schlaganfall, kann eine Injektion mit einem Botulinumtoxin - Präparat den Muskel so weit lockern, dass der Patient wieder besser auftreten kann und er damit selbstständiger seinen Alltag bewältigen wird. Allgemein werden Schmerzzustände der Muskulatur damit behandelt. Experimentell bereits in der Erprobung sind Anwendungen im Bereich der Schmerztherapie, zum Beispiel bei chronischen Kopfschmerzen, sowie im urologischen Sektor.

    So umstritten "Botox Behandlungen" auch sind, so viele Möglichkeiten verbergen sich auch in ihnen. Egal ob es "nur" für kosmetische Eingriffe verwendet wird, oder für Behandlungen ernsthafter neurologischer Erkrankungen: Das hochkomplexe Eiweißmolekül und Nervengift Botulinumtoxin kann die Lebensqualität auf verschiedene Weise verbessern. Und das ist letztendlich doch nach sorgfältigem Abwägen von Nutzen und Risiko die Hauptsache.
    Text: C. D.

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