Der Body Mass Index - oder kurz BMI

Frau mit gutem BMI
Was ist der Body Mass Index? - Symbolbild: © yellowj

Erfahren Sie in diesem Artikel was der Body Mass Index ist und wie man seinen BMI ausrechnen kann.

Was ist der BMI?

Der BMI ist eine Größe, die nicht nur Ärzte und Wissenschaftler beschäftigt. Er gilt mittlerweile als ein Richtwert, der auf Übergewicht oder auch Untergewicht hinweisen soll. Entwickelt wurde er von Adolphe Quetelet. Ob in Kliniken, bei Sportlern oder der Hausfrau von nebenan: Der Body Mass Index ist für viele Menschen ein Maß für ihre Figur. Dabei kann der Schein auch trügen.

Wie kann man seinen BMI ausrechnen?

Den eigenen BMI ausrechnen ist ganz leicht. Möchte man seinen persönlichen Body Mass Index errechnen, teilt man sein tatsächliches Körpergewicht durch seine Körpergröße im Quadrat. Liegt der entstandene Wert zwischen 19 und 25, spricht man von einem Durchschnittsgewicht. Die Ärzte gehen davon aus, dass mit diesem Index keine Gefährdung der Gesundheit durch einen zu hohen Körperfettanteil ausgeht. Wobei genau man unbedingt abwägen muss. Pauschal lässt sich dieser Wert nicht angeben. Je älter man wird, desto höher ist auch der "gesunde" BMI. Zusätzlich muss noch das Geschlecht der betreffenden Person mit einbezogen werden. Denn der BMI bei Männern liegt wesentlich höher als es bei Frauen der Fall ist.

Ein Beispiel: Eine Frau hat eine Körpergröße von 1,65 m. Ihr Gewicht beträgt 65 kg. Daraus ergibt sich ein BMI von knapp 24. Er liegt noch im Normbereich für eine Frau zum Beispiel Mitte zwanzig. Würde die gleiche Frau Mitte 50 sein und bereits 73 kg wiegen, gehört sie mit einem BMI von knapp 27 nicht plötzlich in die Kategorie übergewichtig, sondern liegt für ihr Alter durchaus immer noch im Normalbereich. Bei diesem Gewicht von 73 kg Mitte Zwanzig, würde sie bereits als übergewichtig eingestuft werden.

Der BMI ist also ein allgemeiner Richtwert. Liegt der BMI unter 19, sprechen Fachleute von Untergewicht, zwischen 19 und 25 liegt die goldene Mitte: ein BMI- Wert, der das Normalgewicht bezeichnet. Ab einem BMI von 26 bis 30 ist bereits ein leichtes Übergewicht eingetreten. Zwischen 30 und 40 leiden die Betroffenen oft unter Adipositas, also unter krankhafter Fettsucht. Ein BMI über 40 spricht für eine schwere Adipositas.

Der Body Mass Index sollte nur Richtwert sein

Eine BMI-Tabelle
Auch mit einer BMI-Tabelle können Sie Ihren Body Mass Index ermitteln - Foto: © dipego

Vorsichtig mit dem BMI müssen im Gegensatz zum Durchschnittsbürger Sportler, Bodybuilder oder schwer arbeitende Menschen umgehen. Denn sie besitzen einen hohen Muskelanteil, der bei der Berechnung des BMI außer Acht gelassen wird. Ist der BMI zu hoch, geht man davon aus, dass zu viel Körperfett vorhanden ist. Manche Menschen besitzen aber nun einmal eine größere Muskelmasse als andere. Dieser Faktor wird vernachlässigt. Daher ist es für diesen Personenkreis wichtig, eine extra Körperfettmessung durchzuführen, um ein objektives Ergebnis zu erhalten. Weiterhin ergibt sich eine Schwierigkeit, dass der BMI nicht standardgemäß für Schwangere und stillende Mütter anzuwenden ist. Kinder im Wachstum oder ältere Menschen lassen sich nur schwer in eine solche Statistik quetschen. Ebenso werden zu oft Menschen, die eine Körpergröße außerhalb des Durchschnitts haben, falsch bewertet. Sei es nun aufgrund einer Körpergröße über 1,90 m oder unter 1,50 m.

Der BMI sollte also immer nur ein Richtwert sein, und nicht zu eng bewertet und interpretiert werden. Dennoch kann ein BMI - Wert auch für Laien eine leicht verständliche Größe sein, die jedem Aufschluss über eine eventuelle Gefährdung der Gesundheit durch Über- oder Untergewicht geben kann. Daher wird dieser Index auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder der WHO verwendet.
Text: C. D. / Stand: 19.09.2018

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