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Schüßler Salze - Biochemische Funktionsmittel

Als Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler im 19. Jahrhundert seine Theorie der Schüßler Salze veröffentlichte, reagierten seine Kollegen mit einem geteilten Echo. Schließlich wagte er es,
Schüßler Salze
Schüßler Salz in Tablettenform - Foto: © flashpics
hunderte Mittel der Homöopathie auf zwölf zu reduzieren und dazu noch eine andere Wirkungsweise zu erklären. Zudem nahm er sich heraus, ausschließlich Mineralsalze auszuwählen.

Was sind Schüßler Salze?
Schüßlers Idee basierte auf den damaligen neuesten medizinischen Erkenntnissen, dass der Körper aus einzelnen Zellen besteht. Was heute als selbstverständlich gilt, war damals unbeschreiblich fortschrittlich. Schüßler ging davon aus, dass sehr viele Krankheiten daraus resultieren, dass in den einzelnen Zellen des Körpers das Gleichgewicht der Minerale aus den Fugen geraten ist und wieder ins Lot gebracht werden muss. So beschränkte er sich auf die wichtigsten Minerale als Heilmittel. Des Weiteren sagte Dr. Schüßler, dass Minerale in konzentrierter Form nicht in der Zelle aufgenommen werden können und demzufolge auch nicht die Wirkung erzielen, die der Körper braucht. Indem er sich einer Methode der Homöopathie bediente und die Minerale durch Potenzieren aufbereitete, sollte die Aufnahme in die Körperzellen erleichtert werden. Durch die Schleimhäute, den Verdauungskanal und die Blutbahn gelangt das Heilmittel zu den Zellen und wird dort absorbiert. Besonders im Verdauungskanal wird das potenzierte Mineral biochemisch verändert.

Dr. Schüßler definierte 1895 12 Funktionsmittel, die mit je einer Nummer versehen sind, um sich die Mittel besser merken zu können. Das Funktionsmittel Nummer 12 hat er später selbst wieder von seiner Liste gestrichen.
  • Nummer 1: Calcium Fluoratum (D12)
  • Nummer 2: Calcium Phosphoricum (D6)
  • Schüßler Salz 3: Ferrum Phosphoricum (D12)
  • Nummer 4: Kalium Chloratum (D6)
  • Schüßler Salz 5: Kalium Phosphoricum (D6)
  • Nummer 6: Kalium Sulforicum (D6)
  • Nummer 7: Magnesium Phosphoricum (D6)
  • Schüßler Salz 8: Natrium Chloratum (D6)
  • Nummer 9: Natrium Phosphoricum (D6)
  • Nummer 10: Natrium Sulforicum (D6)
  • Nummer 11: Silicea (D12)
  • Nummer 12: "Calcium Sulforicum" (D6)
  • Später wurden durch andere Autoren weitere Mittel der Liste hinzugefügt, sie werden heute als Ergänzungsmittel bezeichnet:

  • Nummer 13: Kalium arsenicosum (D6)
  • Nummer 14: Kalium bromatum (D6)
  • Nummer 15: Kalium jodatum (D6)
  • Nummer 16: Lithium chloratum (D6)
  • Nummer 17: Manganum sulfuricum (D6)
  • Nummer 18: Calcium sulfuratum (D6)
  • Nummer 19: Cuprum arsenicosum (D6)
  • Nummer 20: Kalium-Aluminium sulfuricum (D6)
  • Nummer 21: Zincum chloratum (D6)
  • Nummer 22: Calcium carbonicum (D6)
  • Nummer 23: Natrium bicarbonicum (D6)
  • Nummer 24: Arsenum jodatum (D6)
  • Nummer 25: Aurum Chloratum Natronatum (D6)
  • Nummer 26: Selenium (D6)
  • Nummer 27: Kalium bichromicum (D12)

  • Wirkung von Schüßler Salzen
    Schüßler Salze werden gern von Heilpraktikern eingesetzt. Ihre Wirkungsweise ist
    wissenschaftlich nicht nachgewiesen, und wird daher von der Schulmedizin nicht anerkannt. Dennoch übernehmen einige Krankenkassen die Kosten für die Behandlung, denn sie werden seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt. Schüßler Salze sind weitestgehend frei von Nebenwirkungen und kommen häufig parallel zur Schulmedizin zum Einsatz. Trotzdem sind Schüßler Salze apothekenpflichtig. Die häufigste Darreichungsform sind Tabletten (Pastillen), Salben, Gels und Cremes, aber auch Lotionen oder Tropfen in den Potenzen D12, D6 und D3.

    Die Salze nach Dr. Schüßler werden außerdem sehr oft in der Selbstmedikation verwendet. Das Spektrum der behandelbaren Diagnosen ist umfangreich. Von den normalen Erkältungskrankheiten, über Epilepsie oder Hautkrankheiten bis hin zu psychischen Problemen - für nahezu jede Krankheit wissen Heilpraktiker Schüßler Salze zu empfehlen. Nicht immer reicht ein Funktionsmittel aus, unter Umständen wird es nötig, mehrere Mittel parallel einzusetzen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Ein wenig Geduld braucht man bei bestimmten Krankheiten, eine Behandlung eines Nagelpilzes mit Schüßler Salzen kann durchaus drei oder mehr Monate in Anspruch nehmen.

    Alles in Allem stellen Schüßler Salze eine echte Alternative zur Schulmedizin dar. Sie sind relativ einfach zu handhaben und können sehr gut zu Hause eingesetzt werden. Dennoch sollte immer eine Beratung von erfahrenen Fachleuten wahrgenommen werden.
    Text: C. D.

    [Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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