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Akupunktur - eine der ältesten Heilmethoden unserer Erde

Aus dem alten China stammt die Akupunktur und sie ist ein Teilgebiet der traditionellen
Eine Akupunktur Behandlung
Bei der Akupunktur werden kleine Nadeln in die Haut gesteckt
Foto: © Max Tactic
chinesischen Medizin und hat sich längst auch in der westlichen Welt als wirksam und erfolgreich durchgesetzt. Der Begriff bedeutet so viel wie "stechende Nadel" und wird aus den lat. Wörtern "acus" - die Nadel und "punctio" - das Stechen hergeleitet. Die ersten Funde von Akupunkturnadeln stammen aus der Zeit vor mehr als 4000 Jahren und wurden damals einem Mitglied der kaiserlichen Familie als Grabbeigabe zur letzten Ruhestätte beigefügt. Seit ca. 400 Jahren ist sie auch in Westeuropa bekannt und hilft vielen Menschen, ihre Gesundheit zu erhalten und Beschwerden zu heilen. Doch erst im 20. Jahrhundert hat sie sich wirklich auch hier etabliert.

Die chinesische Medizin
Die Akupunktur bezieht Yin und Yang in ihre Wirkweise ein. Der Körper soll sich nach Auffassung der chinesischen Medizin immer im Gleichgewicht, also in Harmonie, befinden. Dafür ist es notwendig, dass Yin und Yang ausgeglichen sind. Nur so können die Lebensenergien ungehindert fließen. Ist dieser Fluss gestört können Krankheiten entstehen. Der Fluss der Energien kann durch den Einsatz von Akupunktur wieder geregelt werden. Dazu ist es notwendig, bestimmte Punkte auf den Wegen der Lebensenergie, den Meridianen, zu stimulieren. Dies geschieht durch Nadeln, die in speziellen Punkten auf den Meridianen in der Haut platziert werden. Auf den Hauptmeridianen können 365 Punkte gestochen werden. Insgesamt sind in der traditionellen chinesischen Medizin sogar mehr als 600 Punkte bekannt.

Neben dem Stechen von Nadeln sind die Moxibustion, das Erwärmen der Punkte, und die
Akupressur, also die Massage der Punkte, ebenfalls eine Form der Akupunktur. Um Akupunkturen durchführen zu können, bedarf es einer langen und aufwendigen Ausbildung, um allein alle 365 Hauptpunkte stechen zu dürfen. Viele Therapeuten haben sich jedoch nur auf ihr Spezialgebiet konzentriert. Zum Beispiel kennt der Zahnarzt alle Punkte, die für seine Behandlung notwendig sind, wie auch Hebammen oder Urologen ihre behandeln können. Um eine allgemeine Behandlung durchführen zu können, muss jedoch die gesamte Ausbildung absolviert werden. Denn für die Behandlung mit Akupunktur müssen auch die nötigen medizinischen Vorkenntnisse von den Therapeuten nachgewiesen werden.

Akupunktur hilft z.B. bei: (Auswahl)
  • Schlafstörungen
  • Neurologischen Störungen
  • Kopfschmerzen
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Astham
  • Heuschnupfen
  • Suchtkrankheiten
  • Menstruationsschmerzen
  • Tinnitus

  • Ablauf der Akupunkturbehandlung
    Eine Akupunkturbehandlung dauert im Durchschnitt 30 bis 40 Minuten. Je nach Leiden des Patienten werden die entsprechenden Punkte mit Akupunkturnadeln gestochen. Diese haben etwa die Größe eines Streichholzes und werden auch nur in der Haut platziert. Vorher wird der Therapeut die Stelle durch etwas Druck auf die Akupunktur vorbereiten. Während der Wartezeit, in der die Nadeln im Körper verbleiben, verspürt der Patient meist ein angenehmes Kribbeln an der Stelle der Nadel. Die Angst vor Schmerzen ist meist unbegründet. Lediglich wenn der Fluss der Energien an dieser Stelle stark gestört ist, kann es zu einem Ziehen kommen. Dem kann der Therapeut jedoch durch das Regulieren der Tiefe der Nadel entgegenwirken. Generell gilt, es sollten bei einer Behandlung so wenig wie möglich Punkte gestochen werden, maximal sollten 16 Nadeln gesetzt werden.

    Vorteile der Akupunktur
    Der Vorteil der Akupunktur liegt im Ausbleiben von Nebenwirkungen. Richtig angewandt, kommt es weder zu Blutungen oder anderen Komplikationen. Eine Ausnahme der Patienten bilden Babys oder Kleinkinder, denn während der Behandlung muss der Patient still liegen oder sitzen. Auch an Neurodermitis leidende Menschen können an betroffen Hautpartien nicht behandelt werden. Epileptiker laufen Gefahr, sich bei einem Anfall während der Behandlung zu verletzen.

    Da die Wirkweise der Akupunktur mit westlichen wissenschaftlichen Möglichkeiten nicht nachweisbar ist, wird sie von den Krankenkassen nur teilweise anerkannt. Immerhin tragen die gesetzlichen Krankenkassen unterdessen Kosten der Behandlung von Leiden in der Lendenwirbelsäule, sowie dem Knie. Für alle anderen Beschwerden muss der Patient selbst aufkommen. Die Kosten für eine Akupunktur belaufen sich ca. auf 25,- € bis 85,- € pro Sitzung, je nach Aufwand des Therapeuten.

    Dabei ist das Einsatzgebiet vielseitig. Akupunktur wird selbstverständlich nicht bei
    intensivmedizinischen Gebieten eingesetzt. Sie dient in unseren Regionen als Ergänzungsbehandlung der Schulmedizin und wird sehr umfangreich eingesetzt. Ob beim Abgewöhnen des Rauchens, im HNO Bereich, bei Haut-, Magen- und Darm- oder Gynäkologischen Krankheiten, Akupunktur findet nahezu überall seine Anhänger. Auch in der Orthopädie, der Zahnmedizin oder bei Neurologen wird Akupunktur eingesetzt. Gerade psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel Angststörungen, werden mit Akupunktur behandelt. Sogar Augenärzte greifen darauf zurück.

    Durch den Einsatz der Akupunktur ist unser schulmedizinisches Gesundheitssystem um einiges bereichert worden. Es bleibt zu hoffen, dass noch mehr Mediziner und auch die Krankenkassen von der Wirksamkeit der Akupunktur überzeugt werden und sie noch umfangreicher zur Genesung der Patienten beitragen kann.
    Text: C. D.

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