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Schlaganfall rechtzeitig erkennen

Der Schlaganfall gehört zusammen mit den Herz- und Krebserkrankungen zu den Krankheiten,
Bildliche Darstellung Schlaganfall
Der Schlaganfall wird durch ein verstopftes Gefäß
im Gehirn ausgelöst - Foto: © Sagittaria
die am häufigsten zum Tode führen. Weltweit erleiden rund 200.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall.

Vor allem ältere Menschen über 65 Jahre sind betroffen. Aber auch jüngere Menschen können erkranken, etwa 5% aller Patienten sind unter 40 Jahre alt. In der Medizin hat der Schlaganfall gleich mehrere Namen, man spricht vom Apoplex, Hirninfarkt, cerebralen Insult, Gehirnschlag oder auch vom Stroke.

Bei einem Schlaganfall werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Durch den Sauerstoffmangel sterben die Nervenzellen im Gehirn ab. Ausgelöst wird der Schlaganfall durch ein verstopftes Gefäß im Gehirn, was bei 80% aller Erkrankungen der Fall ist. Bei 20% der Patienten wird der Anfall durch eine Hirnblutung ausgelöst.

Als wichtigste Risikofaktoren für den Apoplex gelten hoher Blutdruck, Rauchen, Übergewicht, Diabetes mellitus und hohe Cholesterinwerte.

Die Schlaganfall Symptome
In Folge des Schlaganfalls treten meist neurologische Störungen auf, die ein recht unterschiedliches Erscheinungsbild haben. Hierbei kommt es darauf an, welche Stellen und Gefäße des Gehirns betroffen sind. Meist kommt es zu halbseitigen Lähmungserscheinungen, die gekennzeichnet sind durch einen hängenden Mundwinkel. Aber auch Sprach- und Gefühlsstörungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen und Taubheitsgefühle treten auf.

Patienten, die Symptome eines Schlaganfalls aufweisen, sollten so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Auf keinen Fall sollte der Erkrankte selber fahren, da die
Beschwerden sich im Auto möglicher Weise verschlimmern würden.
Bei der Erstuntersuchung des Patienten sollten möglichst Angehörige anwesend sein, um die Fragen des Arztes zu beantworten, da der Patient dazu häufig nicht in der Lage ist. Viele Schlaganfall-Patienten können zunächst nicht mehr richtig sprechen.
Im Krankenhaus wird zunächst eine Computer-Tomographie (CT) durchgeführt.
Hierbei wird festgestellt, welche Teile des Gehirns betroffen sind und ob es sich um einen Gefäßverschluß oder eine Hirnblutung handelt. Oftmals wird auch eine Röntgenuntersuchung der Hirngefäße (Angiographie) angeordnet. Diese Untersuchungen sind nötig, um anschließend die passende medikamentöse Therapie beginnen zu können.

Behandlung des Schlaganfalls
Sollte festgestellt werden, dass eine größere Hirnblutung vorliegt, muss meistens operiert werden. Kleinere Blutungen werden stationär überwacht.
Wurde der Schlaganfall durch einen Gefäßverschluß verursacht, wird mittels einer Infusionstherapie versucht, das Blutgerinsel aufzulösen. Diese Therapie nennt sich Lysetherapie. Wenn der Schlaganfall älter als drei Stunden ist, hat diese Therapie wenig Heilungschancen. Daher ist es sehr wichtig, dass bei den ersten Symptomen gehandelt wird und der Patient sofort in ein Krankenhaus gebracht wird.

Nach der stationären Überwachungsphase erfolgt die Rehabilitierungsmaßnahme.
Sprach- und Ergotherapeuten, Krankengymnasten und Neurologen kümmern sich jetzt um den Patienten und sorgen dafür, dass er möglichst schnell wieder in seinem Alltag zurecht kommt.
Um das Blut möglichst flüssig zu halten und vor einem erneuten Schlaganfall vorzubeugen, wird den meisten Schlaganfall-Patienten ein blutverdünnendes Medikament verordnet.

Wie schwerwiegend die Behinderungen nach einem Schlaganfall sind, hängt davon ab, welche Gehirnregionen beim Infarkt betroffen waren. Leichte Schlaganfälle hinterlassen meist keine merkbaren Schäden. Schwere Infarkte können unter Umständen, Lähmungen und Sprachstörungen zur Folge haben.
Diese können aber mittels einer raschen Rehabilitierungsmaßnahme deutlich verbessert werden.
Leider sterben, trotz der modernen medizinischen Maßnahmen, auch heute noch 15% aller Schlaganfall-Patienten innerhalb der ersten drei Monate nach dem Schlaganfall.

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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