Koronare Herzkrankheit - KHK

Arzt informiert über die koronare Herzkrankheit
Was ist die Koronare Herzkrankheit? - Symbolbild: © rogerphoto

Erfahren Sie in diesem Artikel was die Koronare Herzkrankheit ist, welche Symptome auftreten können und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Was ist die koronare Herzkrankheit?

Die koronare Herzkrankheit, auch kurz KHK genannt, ist eine Durchblutungsstörung im Bereich des Herzmuskels, die durch eine Verengung der Herzkranzgefäße entsteht. Diese Verengung wird als Arteriosklerose bezeichnet. Diese Ablagerungen führen zu einer Einengung der Gefäße, die wiederum eine Behinderung der Blutzufuhr zur Folge hat. Bei körperlicher Belastung oder auch in seelischen Streßsituationen wird dem Herzmuskel nicht mehr genügend Sauerstoff zugeführt.

Symptome der koronaren Herzkrankheit

Der Betroffene verspürt dadurch ein starkes Engegefühl in der Brust, welches als Angina pectoris bezeichnet wird. In diesem Zustand hat der Patient starke Beklemmungen und Schmerzen, die sich vom gesamten Herzbereich bis in die Halsgegend ausweiten. Auch über ein Brennen hinter dem Brustbein wird häufig berichtet.

Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Diese Schmerzen verschwinden durch die Einnahme eines Nitrosprays meist innerhalb von wenigen Minuten. Verschwinden diese Schmerzen nicht nach kurzer Zeit, deuten diese Symptome auf einen Herzinfarkt hin. Schnelles Handeln kann jetzt Leben retten, darum ist es besser, den Notarzt zu rufen.

Die KHK ist eine chronische Erkrankung, die im Laufe der Jahre schleichend fortschreitet. In den Industrienationen wie Europa und Amerika zählt die koronare Herzkrankheit zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auch zum Tode führen. In Deutschland erkranken 30% aller Männer und 15% aller Frauen im Laufe ihres Lebens an KHK. Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten und zu hohem Blutdruck haben ein erhöhtes Risiko, eines Tages an KHK zu erkranken. Auch der Genuß von Zigaretten begünstigt die Entwicklung von Herzgefäßverengungen. Deshalb ist es wichtig, schon in jungen Jahren auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung zu achten und regelmäßig Sport zu treiben. (Tipps für den Sporteinstieg)

Kommt es durch eine medikamentöse Behandlung zu keiner ausreichenden Besserung der Beschwerden, kommt nur noch eine operative Behandlung in Frage. Zum einen wäre eine Ballondilatation (PTCA) möglich, bei der mit einem kleinen Ballon die Herzkrankgefäße erweitert werden. Zum anderen die Bypass-Operation, bei der eine verstopfte Gefäßstelle mit einer Umleitung überbrückt wird. Häufig wird ein Stent eingesetzt. Diese kleine gitterförmige Gefäßstütze wird in das Herzkranzgefäß eingesetzt und verhindert, dass sich das Gefäß wieder neu verschließt.
Text: A. H. / Stand: 10.11.2018

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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