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Fettabsaugen - einer der häufigsten plastischen Eingriffe

Die Schönheitschirurgie hat ohne Zweifel ihre Für- und Widersprecher. Dennoch ist der Trend, sich ästhetischen chirurgischen Eingriffen ohne medizinische Notwendigkeit zu unterziehen,
Frau mit Fettpölsterchen am Bauch
"Das Fett muss weg!" - Aber Achtung beim Fettabsaugen!
Foto: © 282980
ungebrochen. Eine der beliebtesten Operationen dabei ist das Fettabsaugen, fachlich korrekt: die Liposuktion. Durch das Fettabsaugen sollen auch die Fettpolster entfernt werden, die durch gesunde Ernährung und Sport nicht schwinden wollen.

Besonders Frauen leiden unter den Schönheitsidealen, denen sie nach einer Schwangerschaft oder im fortgeschrittenen Alter nicht mehr entsprechen. Das Selbstwertgefühl sinkt. Die Frauen sind unzufrieden mit ihrem Äußeren. Doch wer glaubt nur Frauen finden den Weg zum Schönheitschirurgen, ist auf dem Holzweg. Zunehmend mehr Männer unterziehen sich den Eingriffen, und damit sind nicht nur Botoxbehandlungen oder Faceliftings gemeint. Gerade das Fettabsaugen wird bei den Herren und den Damen immer beliebter.

An welchen Körperstellen kann man Fettabsaugen?
Denn das Fettabsaugen ist beinahe an allen Körperstellen möglich. Die Favorisiertesten dabei sind natürlich der Bauch, die Taille, der Po sowie die Oberschenkel, aber auch der Rücken, die Waden, Fesseln und Knie und auch das berühmte Doppelkinn. Nimmt man durch Sport und eine bewusste Lebensweise ab, besteht immer die Möglichkeit, dass die Fettzellen sich wieder füllen. Denn die Anzahl der Fettzellen schwindet beim Abnehmen nicht. Lediglich eine Entfernung dieser führt zu einem sicheren nachhaltigen Ergebnis. Das positive daran ist, dass bei einer Fettabsaugung die gesamte Silhouette eines Menschen positiv verändert werden kann. Eine Fettabsaugung ist jedoch keine Alternative zu einer Diät. Besonders bei
starkem Übergewicht ist sie sinnlos, denn es können maximal vier Liter Fett abgesaut werden.

Haben Sie sich entschlossen, sich einer Fettabsaugung unterziehen zu wollen, sollten Sie sich auf jeden Fall einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie suchen.
Verzichten Sie lieber bei den Ärzten, die sich ausschließlich Schönheitschirurg oder kosmetischer Chirurg nennen. Auch Ärzte ohne die entsprechende fachliche Ausbildung dürfen sich so benennen. Haben Sie einen vertrauenswürdigen Arzt gefunden, dann nehmen Sie sich die Zeit für ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch. Der Arzt wird Ihnen erklären, welche Ergebnisse realistisch gesehen erreichbar sind. Außerdem wird er Ihnen erläutern, ob eine Vollnarkose nötig ist, oder eine lokale Anästhesie ausreicht. Meist wird nicht ambulant operiert, sondern stationär mit mindestens einer Nacht unter ärztlicher Aufsicht. Dies geschieht als Vorsorgemaßnahme, weniger wegen der Wunde als vielmehr aufgrund der möglichen Nachwirkungen durch die Narkose. Sie sollten Ihrem Arzt vertrauen, und sich zu nichts überreden lassen, was Sie auch nicht wollen. Der Arzt wird außerdem Ihre psychische und physische Verfassung prüfen, denn nur stabile Patienten können sich einer derartigen Operation unterziehen.

Was passiert bei einer Liposuktion?
Während der OP wird mittels Unterdruck das Fett abgesaugt. Dafür werden kleine Einschnitte gemacht und dünne Kanülen eingeführt. Je nach Menge die abgesaugt werden soll und je nach Hautbeschaffenheit wird der Arzt sich für eine bestimmte Methode der Fettabsaugung entscheiden. Bei der Tumeszenz - Liposuktion wird dem Patienten ein Mittel vor der OP
Fettabsaugen
Vor der Fettabsaugung markiert der Arzt die Stellen
Foto: © Peter Atkins
gespritzt. Es hilft, das Fett von Knochen und Muskeln zu lösen. Einen ähnlichen Effekt erzielt man bei der Ultraschall Liposuktion, hierbei löst der Arzt mit Hilfe von Ultraschall das Fett vor und kann es danach besser absaugen. Eine sanfte Methode ist die Vibrationsliposuktion. Mittels feiner Vibrationen wird das Fett besonders stark vorgelöst und kann dadurch durch sehr kleine Kanülen abgesaugt werden, um die Narbenbildung noch weiter zu verringern.

Es handelt sich bei einer Liposuktion um einen operativen Eingriff, der natürlich dadurch auch mit Risiken verbunden ist. Die typischen Begleiterscheinungen nach einer Fettabsaugung sind starke Blutergüsse, Rötungen und Schwellungen. Häufig kommt es auch zu Taubheitsgefühlen an der behandelten Stelle, ebenso zu Juckreiz oder einem unangenehmen Kribbeln. Diese Symptome klingen aber nach einiger Zeit wieder ab. Selten kommt es zu Durchblutungsstörungen oder schmerzhafter Narbenbildung, sowohl äußerlich als auch innerlich. Weitaus seltener, dafür umso ernster sind Komplikationen wie Thromben (Blutgerinnsel), die sich auf den Patienten lebensbedrohlich auswirken können.

Risiken einer Fettabsaugung und Nebenwirkungen
Um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, sollten die Patienten Nichtraucher sein und auf die Pille verzichten. Nach der OP ist das Tragen eines Kompressionsmieders für ungefähr sechs Wochen unabdingbar. Es sieht zwar nicht unbedingt sexy aus, verhindert aber, dass sich Flüssigkeiten ungewollt ansammeln. Es formt die operierte Stelle und hilft weiterhin, die Wunde optimal abheilen zu lassen. Um Schmerzen werden Sie nicht herum kommen. Der Arzt wird Ihnen Schmerzmittel für die erste Zeit verschreiben. Gerade in den ersten Tagen nach der OP wird es Ihnen schwer fallen, aufrecht zu stehen. Trotzdem sollten Sie wenig liegen und lieber gehen, um die Bildung einer Thrombose zu verhindern. Für die nächsten sechs Wochen heißt es dann kürzer treten. Sport oder schwere Betätigungen sind vorerst tabu. Es ist hilfreich,
wenn Sie in den ersten Tagen nach der OP jemanden zur Seite haben, der Sie unterstützt. Ungefähr einen Tag nach der OP können Sie sich wieder duschen. Auf ein ausgiebiges Schaumbad verzichten Sie lieber, bis die Fäden gezogen und die Drainagen entfernt sind.

Kosten einer Fettabsaugung
Die Entscheidung eine Fettabsaugung vornehmen zu lassen, ist nicht selten davon abhängig, wie der Patient finanziell versorgt ist. Denn eine Liposuktion ist nicht preiswert. Eine Fettabsaugung am Bauch kostet schon einmal zwischen 400 € und 2300 €, je nach Menge des abzusaugenden Fettes und Methode, die angewandt wird. Die Krankenkasse trägt davon leider nichts, da es sich um eine medizinisch nicht notwendige OP handelt. Erkundigen Sie sich also besser im Voraus, welche Kosten auf Sie zukommen werden und welche Leistungen darin noch nicht enthalten sind. Nicht dass Sie zum Schluss noch eine böse Überraschung in Form der Rechnung erleben. Es kommt durchaus vor, dass Patienten diesen Eingriff finanziell nicht auf einmal stemmen können. Viele Praxen bieten daher mittlerweile Finanzierungsmöglichkeiten an.

Haben Sie für sich alle Risiken, die gesundheitlichen aber auch emotionalen, und die finanziellen Belastungen abgewogen, steht Ihrer OP nichts mehr im Wege. Ein gesteigertes Selbstwertgefühl ist wahrscheinlich das schönste Ergebnis der OP.
Text: C. D.

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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