Grünpflanzen im Wohnbereich

Grünpflanzen in der Wohnung
Grünpflanzen sorgen für ein angenehmes Raumklima - Symbolbild: © Vadim Andrushchenko

Erfahren Sie in diesem Artikel welche Grünpflanzen sich für den Wohnbereich eignen und wie man die Zimmerpflanzen pflegen sollte.

Grünpflanzen im Wohnbereich - Ist jede Pflanze geeignet?

Grünpflanzen zaubern nicht nur Wohnlichkeit in die eigenen vier Wände, sie verbessern auch das Raumklima. Bei der Besorgung neuer Zimmerpflanzen sollte man allerdings auf die Pflegehinweise achten. Eine aufwändig zu pflegende, anspruchvolle Pflanze wird bei einer vollständig berufstätigen Familie recht bald das Zeitliche segnen. Hat man vor allem auch Haustiere, sollte man die Eigenschaften der einzelnen Pflanzen kennen, damit sie den Vierbeinern nicht gefährlich werden können. Tipps zum gesunden Wohnen

Vorteile der Grünpflanzen im Wohnbereich allgemein

Eine Wohnung ohne Pflanzen wirkt kahl und leer. Grünpflanzen verleihen den Räumen Ausstrahlung und Lebendigkeit und verbessern zudem das Raumklima. Sie filtern Giftstoffe wie z.B. Benzol oder Formaldehyd sowie das vom Menschen ausgeatmete Kohlendioxid aus der Luft und geben Sauerstoff und Feuchtigkeit an ihre Umgebung ab. Letzteres hilft bei der im Winter in den Räumen meist vorherrschenden trockenen Heizungsluft. Neben dem Raumklima wirken Pflanzen zudem positiv auf die Psyche des Menschen (Stressabbau, beruhigende Wirkung).

Pflegeleichte Pflanzenarten für Vielbeschäftigte - Pflegetipps für Zimmerpflanzen

Sind alle Wohnungsinsassen ganztägig berufstätig, ist man ein wenig zerstreut und vergisst gerne auf seine Pflanzen oder hat man keinen grünen Daumen, so sollte man sich beim Kauf seiner Zimmerpflanzen für pflegeleichte Exemplare wie z.B. diese entscheiden:

Kentia-Palme:
Aufgrund ihres wenigen Wasserbedarfs ist die Kentia-Palme eine ideale Pflanze für Vielbeschäftigte. Der Erdballen sollte nur mäßig feucht gehalten werden und das Gießwasser sollte nicht allzu kalkhaltig sein. Die zwischen 3 und 3,5 Meter groß werdende Kentia-Palme liebt halbschattige, warme Standorte, jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung.

Verschiedene Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen brauchen Pfege - Foto: © PhotoSG
Elefantenfuß:
Der aus Mexiko stammende Elefantenfuß benötigt sehr viel Licht und speichert an seinem dicken, knollenartigen Ende Flüssigkeit, sodass er nicht allzu oft gegossen werden muss. Man kann ihn im Sommer an einen windgeschützten Standort ins Freie stellen, im Winter liebt der Elefantenfuß ein kühles, helles Plätzchen.

Efeuaralie:
Die Efeuaralie ist eine sehr widerstandsfähige Pflanzensorte, möchte mäßig gegossen werden, mag keine direkte Sonne und hält es auch an schattigeren Plätzen aus. Die Luftfeuchtigkeit sollte allerdings nicht zu niedrig sein.

Flammendes Käthchen:
Diese Pflanze kann zwischendurch immer wieder austrocknen und darf auf alle Fälle nie zu nass werden. Sie liebt helle Standorte aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Im Sommer kann man sie ins Freie stellen.

Kanonierblume:
Diese schnell wachsende aus China stammende Pflanze mag schattigere Plätze. Sie möchte regelmäßig, aber nur mäßig gegossen werden und liebt nicht allzu niedrige Luftfeuchtigkeit.

Weitere beliebte Grünpflanzen

  • Farn
  • Zebrakraut
  • Schefflera
  • Glückskastanie
  • Efeutute
  • Bogenhanf
  • Zamie
  • Zimmerpalmen
  • Kakteen
  • Fensterblatt
  • Birkenfeige
  • Drachenbaum

Vorsicht bei Haustieren und Allergien

Tierfreunde sollten bei Kauf ihrer Pflanzen darauf achten, dass diese ihren vierbeinigen Lieblingen nicht gefährlich werden können. Die recht beliebte Dieffenbachie z.B. kann bei einer Katze starke Beschwerden wie u.a. Erbrechen, Schluckbeschwerden, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Nierenschädigung, Apathie sowie Koliken auslösen. Ebenso gefährlich ist das Einblatt ("Spathiphyllum floribundum", eine ebenso recht häufig gekaufte Zimmerpflanze), das nicht nur bei Katzen, sondern auch bei Hunden, Hamster, Meerschweinchen und Vögeln Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Ebenso kann das Fensterblatt (ihr lateinischer Name "Monstera deliciosa" kündigt es an) oder das "Flammende Käthchen" den Vierbeinern zum folgenschweren Verhängnis werden.

Allergiker wiederum sollten z.B. auf den Kauf eines "Ficus Benjamina" besser verzichten. Diese Zimmerpflanze kann Allergien auslösen bzw. eine vorhandene Überempfindlichkeit verstärken. Zu den dahingehend eher mit Vorsicht zu genießenden Zimmerpflanzensorten gehören u.a. auch der Weihnachtsstern, das Fensterblatt, die Dieffenbachie und der Efeu.

Fazit
Es lohnt sich auf jeden Fall, sich vor dem Kauf seiner Pflanzen darüber schlau zu machen, welche Sorten für Mensch und Tier ungünstig oder gar gefährlich sind. Für bequeme oder vielbeschäftigte Pflanzenliebhaber empfehlen sich pflegeleichte, selten zu düngende und nicht oft zu gießende Pflanzen, die nicht viel Aufmerksamkeit und Arbeit bedürfen, aber über das ganze Jahr hinweg Freude machen.
Text: M. R. / Stand: 19.09.2018

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