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Mentales Training im Sport

Wenn wir einen Weltmeister, Olympiasieger oder Turniergewinner für seine vollbrachte Leistung bejubeln, ist uns oft gar nicht bewusst, welch harte Arbeit hinter dem jeweiligen
Frau beim Joggen
Das mentale Training kann man leicht erlernen
Foto: © Christian Schwier
Ergebnis steckt. Im heutigen Spitzensport reicht die körperliche Leistungsfähigkeit alleine nicht mehr aus - echte Siegertypen vertrauen schon seit geraumer Zeit auf Mentaltrainer oder Psychologen. Wie kann nun ein Athlet seine Arbeit durch mentale Trainingsformen unterstützen und wie wirken sich diese auf möglichen Erfolg bzw. Misserfolg aus?

Kognitive Fertigkeiten
Neben den motorischen Fertigkeiten muss jeder Spitzensportler auch die psychischen Prozesse, die seine Bewegungen steuern, regelmäßig und intensiv trainieren. In der Psychologie bezeichnet man die vielen Informationen, die wir aufnehmen, verarbeiten und daraus bestimmte Vorstellungen entwickeln als kognitive Prozesse. Erst wenn es gelingt, diese Prozesse richtig zu synchronisieren, können die jeweiligen Techniken oder Handlungsmuster optimiert werden. Für Trainer und Sportler gibt es in diesem Zusammenhang vier wichtige Fertigkeiten:

1. Selbstgesprächregulation:
Nicht selten kommt es vor, dass Athleten an der Angst vor dem eigenen Versagen scheitern. Wenn sich z.B. eine Eiskunstläuferin während der Finalkür ausschließlich mit den
Konsequenzen eines verpatzten Sprungs befasst, kann sie sich unmöglich auf die korrekte Ausführung konzentrieren. Positive Selbstgespräche sollten fixer Bestandteil des täglichen Trainings sein und systematisch geübt werden. Dabei geht es nicht darum, sich unrealistische Ziele herbeizuwünschen, sondern die eigenen Leistungsmöglichkeiten ausspielen zu können, wenn es darauf ankommt.

2. Kompetenzerwartung:
Ein zukünftiger Sieger muss davon überzeugt sein, die optimale Leistung zum geforderten Zeitpunkt abrufen zu können. Es gilt also, im Training die Überzeugung zu verbessern, dass alle erworbenen Fertigkeiten auch in schwierigen Anforderungssituationen realisierbar sind.

3. Aufmerksamkeitsregulation:
Unabhängig von der Sportart passiert es auch erfahrenen Athleten immer wieder, sich von äußeren Faktoren stören zu lassen. Häufig denken sie mehr über ihre Gegner nach, als sich auf das eigene Rennen bzw. die eigene Technik zu konzentrieren. Mentaltrainer erarbeiten hier mit dem Sportler symbolische Bilder, um sich besser gegen Konkurrenz, Bekannte oder Presse abzuschotten.

4. Aktivationsregulation:
Vor einem Wettkampf ist es natürlich wichtig, sein Aktivationsniveau so regulieren zu können, dass man sich in einem optimalen Zustand befindet. Experten bezeichnen diesen Zustand gerne als "Kampfbereitschaft". Ist der Athlet zu ruhig, muss er sich "pushen" - ist er zu aufgeregt, helfen meist Entspannungstechniken.

Was ist Mentales Training?
Unter Mentalem Training versteht man das wiederholte, bewusste Sich-Vorstellen einer sportlichen Handlung ohne deren praktische Ausübung. Im Allgemeinen gibt es drei Möglichkeiten, mental zu trainieren:

1. Subvokales Training:
Beim subvokalen Training sagt sich der Sportler den zu absolvierenden Bewegungsablauf per Selbstgespräch vor. Gerade für Personen, die mit Mentalem Training noch wenig Erfahrung haben, ist diese Form ein idealer Einstieg.

2. Verdecktes Wahrnehmungstraining:
Symbolisch gesprochen stellt man sich in diesem Fall einen Videofilm der eigenen Bewegung vor. Man nimmt also die Beobachterrolle ein, und sieht sich so selbst aus der Außenperspektive.

3. Ideomotorische Training:
Im Gegensatz zum verdeckten Wahrnehmungstraining wechselt der Athlet beim ideomotorischen Training zur Innenperspektive seiner Bewegung - er versucht sich also in die inneren Bewegungsabläufe hineinzuversetzen. Das kann z.B. das Fühlen der Kugel beim Kugelstoßen oder das Spüren des Drucks beim Absprung beim Hoch- bzw. Weitspringen sein.

Schließlich besteht das Ziel des Mentalen Trainings darin, seine eigenen realistischen Leistungsmöglichkeiten psychisch auch unter schwierigsten Bedingungen entfalten zu können. Dabei sollten im fortgeschrittenen Stadium sowohl Trainer als auch Sportler die ideomotorische Perspektive anstreben.

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