Elektrosmog

Verschiedene Elektrogeräte
Moderne Elektrogeräte verursachen Elektrosmog - Foto: © sdecoret

Erfahren Sie in diesem Artikel was Elektrosmog ist und was man dagegen tun kann.

Kontroverse Elektrosmog

Es ist für uns selbstverständlich, mit dem schnurlosen Telefon am Ohr durch die Wohnung zu gehen, dabei eine Tasse Kakao in die Mikrowelle zu stellen und sich dann vor den Computer zu setzen, möglichst mit W-Lan Anschluss. Der Blick schweift nach draußen, wo auf dem Nachbarhaus eine Mobilfunkantenne auf dem Dach thront. Ganz selbstverständlich und unumgänglich sind wir täglich von Elektrosmog umgeben.

Was ist Elektrosmog?

Dieser umgangssprachliche Begriff umfasst alle möglichen magnetischen, elektrischen und elektromagnetischen Felder, die durch Menschenhand künstlich erzeugt werden. Durch die zunehmende Elektrifizierung in unserem Umfeld, wächst auch die Intensität des Elektrosmogs, der täglich auf uns einwirkt.

Wodurch wird Elektrosmog verursacht?

Alle elektrotechnischen Geräte produzieren elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder und damit den sogenannten Elektrosmog. Beginnend im Haushalt: zum Beispiel durch den Funkwecker am Bett, dem Babyphone oder dem Induktionsherd, über das Handy, bis hin zu Nieder- und Hochspannungsleitungen, dem geliebten digitalen Bilderrahmen oder dem Lieblings - Rundfunksender.

Warum wird das Thema Elektrosmog so kontrovers diskutiert?

Es gibt verschiedene Thesen, die behaupten, Elektrosmog könne sich negativ auf den menschlichen Körper auswirken und gesundheitliche Risiken ins sich bergen. Durch die weitreichende und zunehmende Verbreitung von Sendemasten für Mobiltelefone wurde die Diskussion weiter verschärft. Kritiker behaupten, Elektrosmog wäre für eine Reihe von Beschwerden eine mögliche Ursache. Zum Beispiel Kopfschmerzen, Blutdruckveränderungen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen oder auch eine erhöhte Infektanfälligkeit und sogar Krebserkrankungen. Gegner dieser Behauptungen sehen jedoch in der Emotionalität, mit der dieses Thema angegangen wird, eine Gefahr. Wissenschaftliche Studien wurden sowohl pro als auch contra Elektrosmog veröffentlicht. Zum Schutz der Bevölkerung am Arbeitsplatz, wurden Grenzwerte durch Berufsgenossenschaftliche Vorschriften erlassen. Diesen liegen im Bereich zwischen 0 Hz und 300 GHz.

Was tun gegen Elektrosmog?

Die Wirtschaft hat die Unsicherheit der Menschen erkannt und diverse Hilfsmittel und Elektrosmogfilter, die den Angaben der Hersteller zufolge abschirmend oder dämpfend gegen Elektrosmog sein sollen, auf den Markt gebracht. Dazu gehören unter anderem spezielle Folien zum Abkleben von Handys oder Fenstern, graphithaltige Farben oder auch Kupferdächer und dicke Steinwände. Um den Schlafplatz nahezu frei von Elektrosmog zu halten, sollen Baldachine über dem Bett angebracht werden, in dessen Gewebe Silberfäden eingewebt wurden. Herstellerangaben zufolge sollen sie ebenfalls abschirmend wirken, mindestens aber die Feldstärken minimieren. Diese Stoffe sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und minimieren je nach Frequenz des Elektrosmogs angeblich unterschiedlich die Feldstärken. Die Wirkung dieser Hilfsmittel ist ebenfalls umstritten. Teilweise werden Thesen erhoben, sie könnten sogar die Belastung erhöhen. Befürworter dieser Elektrosmogfilter halten dagegen, dass die Werte messbar wären und dadurch ein Nachweis erbracht sei. Nichts desto trotz sind viele Studien zum Thema nicht anerkannt. Neben den Elektrosmogfiltern sind auch strahlungsarme Geräte auf dem Markt erhältlich, zum Beispiel Mobiltelefone oder Babyphones.

Sicher ist eines: die Menschen sind unsicher. Und wahrscheinlich hat niemand ein wirklich gutes Gefühl dabei, wenn auf seinem Dach eine Mobilfunkantenne angebracht wäre. Elektrosmog ist wissenschaftlich nachweisbar. In wie fern er aber wirklich schädlich für den menschlichen Organismus ist, werden wahrscheinlich erst weitere anerkannte Studien belegen müssen.
Text: C. D. / Stand: 26.07.2019

Mehr Technik