Enthaarung

Frauen bei der Hautpflege nach der Enthaarung
Die Hautpflege nach der Enthaarung ist sehr wichtig - Foto: © Di Studio

Enthaarung - eine haarige Angelegenheit?

Sie sind schon lästig, die kleinen Härchen, die an allen möglichen Stellen unseres Körpers sprießen, ohne dass wir es wollen. Weg damit ist die Devise, denn Körperbehaarung gilt nicht als schick, mal abgesehen von der auf unseren Köpfen. Egal ob an Beinen, Armen, in den Achselhöhlen, dem Intimbereich oder dem Rücken und der Brust, die meisten entfernen die Härchen, weil sie sie als unangenehm und unästhetisch empfinden. Welche Methode hilft also, die Körperbehaarung zu entfernen? Und wie stark muss ich bei welcher Methode leidensfähig sein?

Die Rasur

Sie ist die beliebteste aller Möglichkeiten, nervige Haare zu entfernen. Am häufigsten wenden wir die Nassrasur an. Mit einer scharfen Klinge werden die Härchen direkt an der Hautoberfläche abgeschnitten. Ob man dafür einen Einwegrasierer verwendet oder Mehrwegrasierer mit oder ohne Vibrationsfunktion ist egal, Hauptsache die Klinge ist scharf. So werden Schnittverletzungen vermieden. Nass kann man sich unter der Dusche oder einfach am Waschbecken rasieren, kurz Rasierschaum oder Rasiergel aufgetragen, und los geht's. Eine beruhigende Creme oder Lotion nach der Rasur aufgebracht, und die Haut bleibt schön geschmeidig und bekommt keine Irritationen. Da die Haare bei einer Nassrasur nur an der Oberfläche gekappt werden, wachsen sie jedoch leider relativ schnell wieder nach. Nach zwei oder drei Tagen stehen bereits wieder nervige Stoppeln und das Spektakel beginnt von vorn. (Weitere Tipps für die Rasur)

Die Trockenrasur

Sowohl für Damen als auch für Herren gibt es eine Unzahl an Trockenrasierern auf dem Markt. Dank Akku und Motor können sie überall und jederzeit eingesetzt werden. Ein Vorteil: Das Auftragen von Rasiergel oder -schaum ist vor der Rasur nicht nötig. Der Nachteil liegt darin, dass Trockenrasierer oft nicht so gründlich sind, im Vergleich zum Nassrasierer. Das erfrischende Körpergefühl nach der Rasur bleibt auch aus. Genau wie bei der Nassrasur bleibt die glatte Haut nur zwei bis drei Tage, danach sprießen die Stoppeln und eine erneute Rasur wird nötig. Mittlerweile sind auch Trockenrasierer käuflich, die man unter der Dusche verwenden kann. So widersprüchlich das auch klingen mag. (Tipps für die Trockenrasur)

Enthaarung mit dem Epilierer

Von vielen gefürchtet und doch verwendet: der Epilierer ist eine nicht ganz schmerzfreie, aber wirksame Methode, Haare längerfristig zu entfernen. Nach dem Funktionsprinzip einer Pinzette werden die Haare samt Wurzel aus der Haut ausgerissen. Dadurch wachsen sie nicht so schnell wieder nach. Drei bis vier Wochen hat man Ruhe vom Haare entfernen. Der Einsatz eines Epilierers im Intimbereich fällt schon fast in die masochistische Kategorie, und wird nur selten verwendet. Auch beim Epilieren kann es zu Hautirritationen kommen, die man aber durch Eincremen nach der Haarentfernung wieder mindern kann. Mehr Tipps zur Epilation

Haarentfernung mit Wachs

Es gibt keine ältere Haarentfernungsmethode, als jene mit Wachs. Zugegeben, schmerzfrei ist auch diese Möglichkeit nicht, aber effektiv. Das Ergebnis verspricht bis zu sechs Wochen Haarfreiheit an der behandelten Stelle. Denn beim Wachsen wird das Haar vom Wachs eingeschlossen und samt Wurzel von der Haut entfernt. Viele Kosmetikstudios haben sich auf das Wachsen spezialisiert. Sie verwenden dafür Heißwachs. Es kühlt binnen weniger Sekunden auf der Haut aus. Für die Heimversion verwendet man häufiger Kaltwachs. Aber auch dabei braucht man eher Hartgesottene. Denn die Kunst liegt im sehr schnellen Abziehen des Wachses. Ähnlich wie bei einem Pflaster wird die Angelegenheit sonst noch schmerzhafter. Auch hier ist es notwendig, nach dem Wachsen die Haut mit einer Lotion oder Ähnlichem zu beruhigen und Reizungen dadurch zu verhindern.

Die Chemische Enthaarung

Dank der Chemie ist es auch möglich, Körperbehaarung mittels einer Enthaarungscreme zu entfernen. Man trägt sie auf, wartet einige Minuten und wischt die Haare danach einfach weg. Durch die Wirkstoffe in der Creme wird das Haar porös und bricht einfach an der Hautoberfläche ab. Nachteil dieser Haarentfernungsvariante ist, einmal abgesehen von dem sehr intensiven stechenden Geruch des Mittels, die Reizung der Haut durch die Chemikalie und eventuelle allergische Reaktionen, die auch erst Tage nach der Anwendung auftreten können.

Die Laserepilation

Bis zu einem Jahr Ruhe vor der Enthaarung erreicht man durch eine Laserhaarentfernung. Unglücklicherweise ist diese Methode nur für Dunkelhaarige mit heller Haut geeignet. Der Laserstrahl wandert bei der Behandlung an dem dunklen Haar hinunter und beschädigt den Wachstumsbereich des Haares durch Überhitzen. Die Erhitzung erfolgt nur am dunklen Haar, nicht an der hellen Haut. Dadurch ist die Behandlung für gebräunte und hellhaarige Menschen ungeeignet. Der nötige Erhitzungseffekt tritt bei ihnen nicht ein, die Laserepilation wird unwirksam. Es braucht mindestens vier, manchmal aber auch sechs bis sieben Behandlungen für einen dauerhaften Erfolg. Der Nachteil der Laserepilation liegt neben dem eingeschränkten Personenkreis in den Kosten, denn Rasieren ist ganz klar preiswerter. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Fehlpigmentierung der Haut nach einer Behandlung kommen.
Text: C. D. / Stand: 06.04.2017

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