Fußbäder - eine Wohltat für Körper und Seele

Fußbäder helfen beim Entspannen. Wie man ein kaltes, warmes oder ansteigendes Fußbad selber machen kann erfahren Sie hier:

Wann hilft ein Fußbad?

Fußbad mit Rosenblättern
Ein Fußbad selber machen ist gar nicht so schwer
Foto: © drubig-photo

Unsere Füße werden täglich beansprucht und viel zu oft vergessen wir, sie richtig zu umsorgen und ihnen ein paar Minuten Auszeit zu gönnen. Pflegend für die Füße und gesundheitsfördernd für den ganzen Körper sind Fußbäder, die jeder allein zu Hause ohne großen Aufwand bereiten kann. Strapazierte und müde Füße kommen wieder in den Tritt, Körper und Geist profitieren mit. Fußbäder wärmen nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern kühlen auch in heißen Sommermonaten.
(Tipps für die Fußpflege im Sommer)

Wechselfußbäder härten ab. Je nach Badezusatz bewirken Fußbäder andere Effekte, wie beispielsweise die Stimulation des Kreislaufs oder die Behandlung von Nagelbettentzündungen. Bei einem Fußbad werden nicht nur die Füße in kaltem oder warmem Wasser gebadet, sondern auch die Waden bis zur Hälfte mit eingetaucht. Fußbäder sind ebenso eine ideale Vorbereitung für die weitere Fußpflege.

Fußbäder selber machen

Um ein Fußbad zu genießen braucht es nur wenig: ein bequemer warmer Sitzplatz, ein Gefäß, wie eine kleine Wanne oder eine größere hohe Schüssel, den gewünschten Badezusatz und eine viertel Stunde Pause, um zu relaxen. Dazu noch je nach Geschmack eine gute Tasse Tee oder Kakao, das Lieblingsbuch, und sogar Kinder bleiben für ein Fußbad still sitzen. Im Handel erhältlich sind ebenfalls Geräte für Fußbäder, die neben der Wärmefunktion noch ein Sprudelbad oder eine angenehme Massage bieten. Das ideale Verwöhn-Programm für Groß und Klein zu Hause.

Das warme Fußbad:

Es dient mit seiner behaglichen Wärme vor allem in der kalten Jahreszeit für Entspannung. Die Wassertemperatur wird dabei den eigenen Vorlieben angepasst. Bei nur 28°C darf man getrost fast eine halbe Stunde das warme Nass genießen. Wer es wärmer nahe der Körpertemperatur liebt, also ca. 37°C, sollte das Fußbad auf 15 - 20 Minuten begrenzen. Warme Fußbäder wirken entkrampfend und sind genau das Richtige einige Zeit vor dem Schlafen gehen, um die Nervosität des Tages hinter sich zu lassen. Mit dem richtigen Badezusatz wirken warme Fußbäder nicht nur pflegend für die Haut der Füße. Ätherische Öle mit einem Emulgator, wie Totes-Meer-Salz oder Sahne, vermengt, vermögen den Körper und den Geist zu beeinflussen. Rosmarin belebt, Jasmin, Melisse oder Lavendel beruhigen. Mit Kamille-Zusätzen lassen sich Entzündungen reduzieren. Bei einer Erkältung bewirkt Thymian im Fußbad, dass die Atemwege besser durchblutet werden und das Abhusten leichter fällt.

Das ansteigende Fußbad:

Es hilft, die Blutzirkulation langsam ansteigen zu lassen und hebt damit die Körpertemperatur. Im Winter bringt man sich so schnell nach einem langen Spaziergang wieder auf Temperatur. Dabei wird das Fußbad nach und nach von ca. 25°C auf 41 °C hochgenommen, indem man immer wieder eine Tasse heißes Wasser dem Fußbad zugibt. Besonders in der Erkältungszeit ist dies ein bewährtes altes Hausmittel gegen grippale Infekte. Menschen mit Venenproblemen, wie zum Beispiel Krampfadern, sollten jedoch von diesem Fußbad keinen Gebrauch machen, denn die Gefahr einer Embolie durch die geweiteten Gefäße wäre zu hoch.

Das kalte Fußbad:

Es härtet den Körper ab und dient somit der Vorbeugung. Dabei bleibt man nur einige Sekunden in kaltem Wasser stehen. 15 Sekunden sind das Minimum, 60 Sekunden das Maximum. Danach werden die Füße nicht abgetrocknet, sondern in warme dicke Socken gesteckt. Entweder man läuft danach, um die Füße wieder warm zu bekommen oder legt sich sofort ins Bett. Diese Anwendung wird zum Beispiel in der Kneipp-Therapie verwendet.

Die Wechselbäder:

Wer Probleme mit dem Kreislauf hat, kann zu Wechselbädern greifen. Sie schaffen bei Kreislaufschwäche Abhilfe, indem man seine Füße ca. 10 Minuten im 38°C warmen Wasser badet und danach für 15 Sekunden in kaltes Wasser hält. Dieser Vorgang wird zwei bis drei Mal wiederholt. Auch hier sollten Patienten mit Krampfadern Abstand nehmen. Der Abschluss dieser Wechselbäder sollte immer ein kaltes Fußbad sein.

Fußbäder selber machen - Was kann man verwenden?

Wenn das Fußbad belebend wirken sollen, können Sie frische Majoranblätter und Meersalz verwenden.
Soll das Fußbad wärmen, können Sie frische Lorbeerblätter, Meersalz und Senfsamen verwenden.
Gegen Fußgeruch hilft ein Fußbad mit frischen Salbeiblättern und Meersalz.

Wo kann man Fußbäder kaufen?
  • Rossmann
  • dm
  • Apotheke
  • Douglas
  • Yves Rocher
Hersteller von Fußbädern
  • Efasit
  • Scholl
  • Kneipp
  • Weleda
  • Gehwohl

Fußbäder sind also nicht nur als gesundheitsförderndes Mittel probat, sondern auch im Wellness-Bereich sehr gefragt.
Text: C. D. + K. F. / Stand: 10.11.2018

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