Pflege für empfindliches Haar

Frau mit empfindlichem Haar
Wie kann man empfindliches Haar pflegen? / Foto: © Svetlana Fedoseeva

Pflege für empfindliches Haar

Empfindliches Haar braucht spezielle Pflege. Doch welche Shampoos eignen sich? Welche Hausmittel helfen bei empfindlichem Haar? Das und mehr erfahren Sie hier:

10 Grund - Pflegetipps für empfindliches Haar

Es ist schon unglaublich, was wir täglich unseren Haaren zumuten: Sie werden geföhnt, blondiert oder gefärbt, mit Dauerwellen gestresst oder mit Pflegeprodukten überhäuft. Die Folge bei vielen Frauen und Männern ist empfindliches, strapaziertes und stumpfes Haar. Wie können Haare einfach und schonend gepflegt werden? Wichtig ist vor allem den Sachverhalt rechtzeitig zu bemerken, sonst kann es auch zu gereizter Kopfhaut kommen.

Frau mit nassen Haaren
Empfindliches Haar sollte besser Lufttrocknen
Foto: © Amir Kaljikovic
Nicht täglich waschen:
Das tägliche Duschen oder Baden gehört zur Selbstverständlichkeit. Dabei werden oft die Haare gleich mit gewaschen. Doch der natürliche Feuchtigkeits- und Fettgehalt der Haare wird dabei reduziert. Zwei bis drei Mal pro Woche reichen zur Entfernung von Schuppen und Dreck wie auch Fett völlig aus.

Mildes Shampoo für empfindliche Haare:
Wer auf die Liste der Inhaltsstoffe seines Shampoos schaut, der versteht oft nur Bahnhof. Meist sind darin Silikone und / oder Alkohol enthalten. Alkohol trocknet die Haare wie auch die Kopfhaut aus. Silikone sind meist in wasserunlöslicher Form enthalten und legen sich bei jeder Wäsche wie ein Film auf das Haar. Es wird beschwert und hängt oft schlapp herunter. Ein mildes Shampoo ohne Silikone und Alkohol schont die Kopfhaut und die Haare, Naturprodukte sind meist besser verträglich. Auch die Wäsche mit nur einem Conditioner statt dem Shampoo schont das Haar. Wichtig: Zahlreiche Frauen und Männer spülen zu kurz den Schaum aus. Langes und ausgiebiges Ausspülen der Haare verhindert, dass zu viele Reste des Shampoos im Haar verbleiben. Wer ganz auf Shampoos und Conditioner verzichten möchte, greift zu Heilerde. Das richtige Shampoo finden

Die Temperatur:
Haare sehen sehr schnell mitgenommen aus, wenn sie zu heiß gewaschen werden. Lauwarm oder sogar kalt gewaschen glänzen die Haare, weil ihre Oberfläche geglättet wurde.

Das Handtuch:
Kaum aus der Dusche raus, werden von den meisten Menschen die tropfnassen Haare trocken gerieben. Dies schadet jedoch dem Haar. Besser ist es, wenn der nasse Schopf immer wieder mit dem Handtuch trocken gedrückt wird.

Kämme und Bürsten:
Unsere Haare werden täglich gekämmt und gebürstet. Nach dem Duschen, während des Stylens oder einfach zum Frisieren. Plastikbürsten schädigen das Haar sehr schnell. Am schonendsten für die Haare sind daher grobzinkige Kämme oder Bürsten mit Naturhaar. Die richtige Haarbürste finden

Empfindliche Haare besser Lufttrocknen:
Das Trocknen der Haare mit dem Haartrockner strapaziert sie aufs äußerste. Lufttrocknen ist wesentlich schonender. Da jedoch nicht jeder die Zeit und die dafür geeignete Frisur hat, sollte wenn möglich der Haartrockner nicht zu heiß sein und einen Mindestabstand zum Haar von 20 bis 25 cm haben.

Haargummis:
Wie praktisch, sich langes Haar aus dem Gesicht oder dem Nacken zu halten: schnell den Haargummi rein und die Frisur sitzt. Wird der Pferdeschwanz jedoch zu straff gebunden oder befinden sich Metallklammern am Haargummi bzw. der Haarspange, kann das Haar brechen oder zumindest beschädigt werden. Man sollte Haargummis und ähnliches wenn möglich nicht täglich verwenden.

Das Raumklima:
Trockene Heizungsluft im Winter lässt die Haarpracht vieler Menschen trocken und spröde werden. Dagegen helfen Luftbefeuchter.

Schäden von außen vermeiden:
Im Sommer in den kühlen Pool mit Chlorwasser oder ins Meer gesprungen, sorgt für Abkühlung. Die Haare leiden jedoch darunter. Vorher geduscht, nehmen die Haare bereits Leitungswasser auf und können weniger Chor- bzw. Salzwasser aufnehmen. Gegen zu viel Sonneneinstrahlung am Strand sollte nicht nur die Haut geschützt werden, sondern auch das Haar. Sprays als UV-Schutz bietet der Handel an. Auch die zu häufige Anwendung von Pflegeprodukten für das Haar kann nach hinten losgehen. Eine Kur oder Pflege pro Woche ist mehr als ausreichend.

Hausmittel zur Pflege von empfindlichem Haar:

Unsere Urgroßmütter sind nicht mal eben in die nächste Drogerie gegangen, und haben sich eine Haarkur gekauft. Mit altbewährten Hausmitteln haben sie ihr Haar von den Strapazen des Alltags befreit. Ungeschlagen ist dabei heute wie damals Eigelb. Ins Haar einmassiert, sollte es mindestens eine Stunde einwirken und ausgiebig ausgespült werden. Das Haar glänzt und erhält wertvolle Inhaltsstoffe des Eis zur Pflege. Nebenwirkungen sind so gut wie ausgeschlossen. Weizenkeimöl mit den Fingern in die Haarspitzen einmassiert wirkt gut gegen Spliss, und Heilerde ist ein natürliches Reinigungsmittel, auf welches kaum jemand mit Unverträglichkeiten reagiert.
Haarkuren selber machen

Die Haarpflege ist ein andauernder Prozess. Um dem empfindlichen Haar ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zukommen zu lassen, spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Denn wie sich diese auch auf der Haut oder die Psyche auswirkt, spiegelt sie sich ebenso im Zustand der Haare wieder.
Text: C. D. / Stand: 06.04.2017

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