Haare färben

Selber Haare tönen

Erfahren Sie in diesem Artikel was man beachten sollte, wenn man sich die Haare selber tönen möchte.

Frau beim Haare färben im Friseursalon
Das Haare färben ist sehr beliebt
Foto: © Viacheslav Iakobchuk

Warum Haare tönen?

Männer wie Frauen machen es: Färben und Tönen, Strähnchen und Blondierung. Wir lieben es, unser Aussehen verändern zu können. Gerade die Haare lassen uns durch eine neue Farbe in einem ganz anderen Look erscheinen. Kaum einer behält seine natürliche Haarfarbe. Durch Farbveränderung und Schnitt der Haare können wir einen ganz neuen Typ erschaffen. Ob rassig brünett, verführerisch rothaarig oder, der Liebling, blond - innerhalb weniger Minuten kann sich so das Erscheinungsbild eines jeden Menschen wandeln lassen, je nach Lust und Laune. Doch bevor man seine Haarfarbe verändert, gibt es einiges zu beachten.

Den richtigen Farbton finden

Zunächst einmal sollte man sich für einen Farbton entscheiden. Die Auswahl ist riesig. Mitunter erkennt der Laie zwischen den Farbennuancen nicht einmal einen Unterschied. Am besten man lässt sich bei der Entscheidungsfindung von einem Fachmann im Friseursalon helfen. Denn nicht jede Farbe passt auch zu jedem Typ. Beziehen Sie Ihre Hautfarbe bei der Entscheidung mit ein. Nehme ich nur eine Farbe, oder kombiniere ich mehrere? Sollen es nur einzelne Akzente werden? Es gibt zehn Haupttöne in der Haarfarbe, diese können aber verschieden abgewandelt werden. Heller oder dunkler, mit und ohne Schimmer und so weiter. Aus der Wahl des Farbtons ergibt sich auch die Wahl, ob man nur tönen möchte, oder doch eine Färbung notwendig wird. Je nach Ausgangshaarfarbe schaffen es Tönungen nicht, jede beliebige neue Haarfarbe zu erschaffen. Eine Schwarzhaarige kann durch eine Tönung nicht erblonden, ebenso werden bei Tönungen graue Haare nur bedingt abgedeckt. Das Haar dunkler werden lassen geht also, heller wird es mit einer Tönung nicht.

Haare tönen

Haben Sie den Entschluss gefasst, eine Tönung zu verwenden, können Sie von einer relativ kurzen Haltbarkeit der neuen Farbe ausgehen. Nur 6 bis 8 Wochen wird sie ihre Intensität behalten. Waschen Sie Ihr Haar täglich, sogar noch weniger. Dafür greift sie Ihr Haar weniger an und wird sich nach und nach mit jeder Haarwäsche wieder heraus waschen. Ihre natürliche Haarfarbe kommt wieder zum Vorschein. Das liegt daran, dass die Farbpartikel aus fertigen Farbstoffen bestehen, die sich an die äußere Schuppenschicht der Haare anlagern und nur gering in sie eindringen. Eventuelle Fehlentscheidungen bezüglich der Farbe lassen sich bei einer Tönung also durch ein paar Mal mehr Shampoonieren wieder korrigieren. Anders liegt der Fall bei Colorationen.

Produkte zum Haare färben gibt es z.B. von:

  • Syoss
  • Schwarzkopf
  • L´Oreal
  • Garnier

Haare färben hat Vorteile und Nachteile

Beim Färben wird das Haar auf Dauer in seiner Farbe verändert. Sie wäscht sich nicht wieder heraus. Möchte man seine ursprüngliche Haarfarbe wieder, muss man entweder die Farbe herauswachsen lassen oder im originalen eigenen Naturton nachfärben. Ein perfektes Ergebnis wird man dabei aber nicht erreichen. Eine Coloration ist zwar dauerhafter, greift das Haar aber deutlich intensiver an. Wird das Haar gefärbt, werden in ihm die natürlichen Farbpigmente zerstört und mit einer neuen Farbpaste coloriert. Das Haarfärbemittel besteht dabei fast immer aus zwei Bausteinen. Einem Oxidationsmittel, meist Wasserstoffperoxid, und der neuen Farbe für das Haar. Dieser Chemiecocktail verändert die Haarfarbe. Nicht nur das Haar selbst, sondern auch die Kopfhaut greift dies an. Über die Haut können chemische Substanzen in den Kreislauf aufgenommen werden. Daher raten Fachleute Schwangeren von dieser chemischen Behandlung ab und empfehlen lieber Naturprodukte wie Henna zum Colorieren, denn die Stoffe könnten unter Umständen über den Blutkreislauf der Mutter auch zum Kind vordringen.

Was beachten beim Haare selber färben?

Generell darf beim Tönen oder Färben der Haare nicht ohne Handschuhe gearbeitet werden. Auch sollten Sie im Voraus prüfen, ob Sie nicht eventuell gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch sind. Eine Probe vor dem Färben an einer unauffälligen Stelle sollte Ihnen Gewissheit geben. Auf jeden Fall sollten Sie oder Ihr Friseur genau nach den Herstelleranweisungen arbeiten. Vermeiden Sie unbedingt den Augenkontakt mit dem Färbemittel, es kann zu Gesundheitsschäden kommen. Möchten Sie Ihr Haar beim Nachcolorieren weniger belasten, so färben Sie nur den Haaransatz nach und verteilen einfach nach der Hälfte der Einwirkzeit den Rest der Packung großzügig im restlichen Haar. Egal ob Sie Ihr Haar getönt oder dauerhaft gefärbt haben, Sie sollten im Nachhinein eine Pflege auf das Haar auftragen um Schäden daran zu mindern.

Noch ein Tipp zum Schluss: Die unschönen Ränder aus Farbe auf der Haut am Haaransatz lassen sich durch Zitronensaft einfach entfernen. Vor dem Färben die Stellen eincremen schützt ebenfalls.
Text: C. D. / Stand: 06.04.2017

Zur richtigen Pflege sollten Sie ein Shampoo für coloriertes Haar verwenden.

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