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Autogenes Training gegen Streß

Die Begriffe Hektik, Stress, Unruhe, Doppelbelastung und Schnelllebigkeit beschreiben den
Frau beim autogenen Training
Autogenes Training kann man überall anwenden
Foto: © Patrizia Tilly
Alltag vieler Menschen sehr treffend. Wir können uns dem nicht immer entziehen. Leider resultieren daraus auch immer häufiger körperliche und psychische Probleme. Wie kann ich dem Vorbeugen oder meine Beschwerden sogar lindern? Ganz einfach: In dem Sie lernen, sich bewusst zu entspannen. Autogenes Training hilft Ihnen dabei, dieses Ziel zu erreichen. Nach jeder Anspannungsphase braucht der Körper eine Entspannungszeit, um wieder seine Balance zu finden und schwerwiegende Folgen zu verhindern. In Studien wurde die positive Wirkung des Autogenen Trainings mehrfach nachgewiesen. Es ist wissenschaftlich anerkannt und sogar die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten der Kurse, denn sie sehen es als eine Art Präventivprogramm, um Krankheiten zu verhindern.
So bewältigen Sie Streß

Autogenes Training (AT) wurde erstmals in den 20er Jahren von dem aus Berlin stammenden Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt. Als Basis für das Autogene Training bediente er sich Elementen der Hypnose. Wobei beim AT im Gegensatz zur Hypnose der Begriff "Auto" (Selbst) bezeichnend ist. Beim AT versuchen die Übenden in Eigenregie bewusst eine Phase der Entspannung herbeizuführen und dabei wieder zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden.

Autogenes Training lernen
Autogenes Training kann man in Kursen erlernen. Sie werden von Volkshochschulen, privaten Anbietern oder Gemeindezentren angeboten. Unter Anleitung eines Fachkundigen, zum Beispiel eines Psychologen, erlernt man in diesem Kurs die Grundeinheiten eines jeden Trainings meist in kleinen Gruppen, seltener in Einzelstunden. In durchschnittlich sechs
Kursen, die innerhalb einer Woche oder auch über mehrere Wochen durchgeführt werden können, eignen sich die Trainierenden die sieben Grundübungen der Unterstufe des AT an. Sie dient in erster Linie der Entspannung. Das autodidaktische Erlernen von Autogenem Training befürworten Fachleute keinesfalls. Eine genaue Anleitung ist beim AT ist sehr wichtig. Je länger das Autogene Training praktiziert wird, desto intensiver wird Jeder die Wirkung der Übungen wahrnehmen. Kennt man die Grundübungen des Autogenen Trainings und kann diese sicher anwenden, besteht die Möglichkeit, die Oberstufe zu erlernen. Darin geht der Übende noch einen Schritt weiter. Die Oberstufe ist eine Art der Meditation. Man versetzt sich dabei eigens in einen Klartraum (luziden Traum) - ähnlich dem Übergang vom Wachzustand in den Schlaf. Dabei träumt man zwar, kann diese Träume aber bewusst steuern und behält sie auch nach dem Aufwachen weiterhin in Erinnerung. Bei der Oberstufe des Autogenen Trainings geht es um individuelle Selbsterkenntnis und Selbstbeeinflussung bis hin zur Charakterbildung.

Autogenes Training anwenden
Das Schöne am Autogenen Training ist, dass man es jeder Zeit und überall ausüben kann. Und zwar in sehr kurzer Zeit versetzt man beim AT den Körper in einen Ruhezustand. Die Übungen selbst dauern nur fünf bis zehn Minuten. In einer bequemen Haltung, die meist im Sitzen - bei Anfängern auch im Liegen - stattfindet, schließt man die Augen und versucht seine Muskeln völlig zu entspannen. Danach folgt eine Selbstsuggestion nach einem vorgegebenen Schema. Der Übende stellt sich vor, seine Arme und Beine sind schwer. Danach provoziert man ein Wärmeempfinden in seinen Gliedmaßen. Diese Empfindung spüren die Übenden auch. Es ist auf eine erhöhte Durchblutung der Haut zurückzuführen. Ist dieser Zustand erreicht, folgt die Ruheübung. Mehrere Male hält man sich mental vor Augen, dass man entspannt und ruhig ist. Und so schließen sich noch weitere fünf Übungen an. Beim Autogenen Training beeinflusst sich der Übende selbst und hilft sich dabei auch selbst. Allein durch die eigene Vorstellungskraft kann jeder erlernen, sich ganz bewusst tief zu entspannen. Auch Kinder sind bereits in der Lage, sich AT anzueignen. Gerade Schulstress kann unter anderem Auslöser für Kopfschmerzen, Schlafprobleme und Erschöpfungszustände sein.

In der Oberstufe des Autogenen Trainings schult man sich selbst auf bestimmte Situationen. Zum Beispiel bleibt man dadurch in besonders stressigen Momenten ruhig und gelassen. Das ist vor allem in bestimmten Berufen, wie bei Lehrern oder Managern und vielen mehr, von großer Hilfe. Das Autogene Training hilft Jedem, der es richtig erlernt hat, die Anforderungen, welche uns täglich im Alltag begegnen, gelassener zu bewerkstelligen. So kommt man mit fünf Minuten täglich "In sich gehen" zu mehr Lebensfreude und Energie.
Text: C. D.

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