Ayurveda Massagen

Frau bei der Ayurveda Massage
Ayurveda Massagen sind Entspannung pur - Symbolbild: © Kurhan

Erfahren Sie in diesem Artikel was eine Ayurveda Massage ist, welche Massagetechniken es gibt und für wen sich Ayurveda Massagen eignen.

Die Ayurveda Massage - Entspannung pur

Wundervolle Momente der absoluten Tiefenentspannung erwarten jeden, der in den Genuss einer ayurvedischen Massage kommt. Sanfte und streichende Hände massieren meist wohlig angewärmtes Öl in Ihren Körper ein und lassen Sie Zeit und Raum vergessen.

Die ayurvedischen Massagen sind nur ein Teil des Ayurveda, einer der ältesten bekannten Gesundheitsphilosophien und Naturheilkunden. Ayurveda - übersetzt aus dem Sanskrit "das Wissen vom Leben" - hat zum Ziel, dass sich Körper, Geist und Seele eines Menschen im Gleichgeweicht befinden. Neben den Massagen beschäftigt sich der Ayurveda auch mit der Ernährungslehre, Reinigungstechniken, spirituellem Yoga und der Pflanzenheilkunde.

Was sind Ayurveda Massagen?

Obwohl die Ganzheitlichkeit im Ayurveda immer wieder betont wird, nehmen die seit über 3500 Jahren anerkannten Massagen einen großen Stellenwert in der Gesundheitsvorsorge ein. Durch die entspannenden Massagen mit Öl beruhigt sich das Nervensystem. Stoffwechselvorgänge werden angeregt und der Körper kommt wieder ins Lot, indem Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper abgeleitet werden. Der Energiefluss harmonisiert sich, ein wunderbares Gefühl der Entspannung setzt ein. Doch nicht nur vorbeugend kommen die ayurvedischen Massagen zum Einsatz. Die Beseitigung vieler Störungen im Körper kann dank der Massage unterstützt werden. Zum Beispiel werden Bänder, Muskeln und Sehnen gelockert und auch der Effekt auf das Herz-Kreislauf-System soll gesundheitsfördernd wirken.

Da sich in jedem Organismus unterschiedliche Doshas - also Lebensenergien - in den Vordergrund stellen, wird bei einer hochwertigen ayurvedischen Massage ein typgerechtes Öl speziell für jede Person einzeln ausgesucht. Um die Wahl treffen zu können, braucht der Masseur ein Gespräch im Voraus, da sich sonst die Wirkung der Massage nicht vollständig entfalten kann.

Die Öle für die Massage sollten besonders hochwertig sein. In einem aufwendigen Prozess werden dafür Kräuter, Kokosmilch, Pflanzensäfte oder sogar Ghee mit Sesamöl verkocht. Die dabei entstehenden Antioxidantien sind wertvolle Inhaltsstoffe. Andere Bestandteile werden soweit zerkleinert, dass sie ungehindert die Hautbarriere durchdringen und im Körper Stoffwechselrückstände binden und zum Ausscheiden bringen können. Einen wunderbaren Nebeneffekt erzielt das Öl auch noch: Die Haut wird straff und bleibt dank des Öls flexibel.
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Welche Massagetechniken gibt es im Ayurveda?

Eine Frau bei der Ayurveda Massage
Es gibt verschiedene Ayurveda Massagetechniken - Symbolbild: © contrastwerkstatt

Die Massagetechniken sind vielseitig. Die klassischste Anwendung ist jedoch die Ganzkörpermassage, auch Abhyanga genannt. Wörtlich übersetzt bedeutet es: Massage mit Öl. Darin liegt auch die Besonderheit. Unmengen warmen und duftenden Öls kommen bei der Ganzkörpermassage zum Einsatz und werden mit weichen streichenden Bewegungen einmassiert. Eine spezielle Art dieser Massage ist die Synchron-Abhyanga, bei der gleichzeitig zwei Masseure parallel arbeiten. Während vier Hände massieren, wird die Behandlung noch entspannender und effektiver.

Doch nicht nur Ganzkörpermassagen sind im Ayurveda gängig. Auch einzelnen Teilen des Körpers werden individuelle Behandlungen gegönnt. Kopfmassagen, Bauchmassagen, dem Rücken oder der Nackenpartie wird jeweils einzeln oder in Kombination Aufmerksamkeit entgegengebracht.

Ohne Öl aber mit einem Seidenhandschuh widmet sich die Garshan, eine spezielle Trockenmassagetechnik, dem Körper. Hierbei wird die Haut von abgestorbenen Hautschuppen befreit, das Gewebe gestrafft und durch den Peeling-Effekt die Haut geglättet. Während der Massage mit dem Seidenhandschuh wird das Bindegewebe besser durchblutet und dabei natürlich ebenfalls die Lymphdrainage aktiviert. Zusätzlich können noch Kräuterstempel den Stoffwechsel anregen und ebenso zum Abtransport von Schlacken und Giftstoffen führen.

Für wen sind die ayurvedischen Massagen nicht geeignet?

Massagen bei Fieber oder einer Erkältung sind nicht sinnvoll. Patienten, die eine Operation erst neulich hinter sich gebracht haben und noch frische Narben besitzen, sollten ebenso nicht an einer ayurvedischen Massage teilnehmen. Für alle Schwangeren ist das vorherige Gespräch mit dem Gynäkologen zu empfehlen, um eventuelle Probleme im Voraus abzuklären. Auch schwer erkrankte Patienten sollten vor der Massage ihren Arzt oder Heilpraktiker konsultieren und um Rat fragen.

Was muss bei einer Ayurveda Massage beachtet werden?

Große und üppige Mahlzeiten sind vor einer ayurvedischen Massage hinderlich. Viele Massagestudios bieten das Duschen nach der Behandlung an, jedoch wirken die ayurvedischen Massagen besser, wenn das Öl noch einige Zeit in den Körper einziehen kann. Das Duschen empfiehlt sich erst ca. 1 - 2 Stunden nach der entspannenden Massage, möglichst heiß und ohne oder nur mit einer milden Seife. Das sonst eher gesundheitsfördernde kalte Abbrausen nach der Dusche würde die Poren schließen und das Entschlacken behindern, verzichten Sie diesmal lieber darauf. Das allerwichtigste bei einer ayurvedischen Massage ist die Zeit. Schnell nach der Behandlung noch einen Geschäftstermin wahrnehmen, schadet der Wirksamkeit. Sich einen Tag zur Entspannung gönnen, hilft jedoch enorm.

Werden die ayurvedischen Massagen hochwertig und professionell durchgeführt, so sind sie nicht nur eine sehr entspannende Wellness-Anwendung, sondern eine ernsthafte Gesundheitsvorsorge und Unterstützung bei der Genesung.
Text: C. D. / Stand: 10.11.2018

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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