Shiatsu Massage

Frau bei der Shiatsu Massage
Was ist eine Shiatsu Massage? - Symbolbild: © Kurhan

Erfahren Sie in diesem Artikel was eine Shiatsu Massage ist, für wen sie empfehlenswert ist, welche Grundlagen es gibt und wie eine Behandlung abläuft.

Shiatsu-Massage in der Entspannungs- und Schmerztherapie

Ihren Ursprung hat die Shiatsu-Massage in Japan, sie wurde aus den Vorstellungen der ostasiatischen Medizin heraus entwickelt. Shiatsu bedeutet wörtlich übersetzt "Fingerdruck". Die Einsatzgebiete der Shiatsu-Massage sind vielseitig, so wird sie zur Behandlung von chronischen Erkrankungen, zur Gesundheitsvorsorge und genauso für die allgemeine Entspannung eingesetzt. Des Weiteren kommt diese Massage bei seelischen Krisen, Einschränkungen der Beweglichkeit und bei Verspannungen zum Einsatz.

Shiatsu Massage nicht immer empfehlenswert

Bei bestimmten Erkrankungen sollte die Shiatsu-Massage nicht durchgeführt werden, hier sollte zunächst der Arzt konsultiert werden. Unter anderem zählen zu diesen Erkrankungen schwere Herz-Kreislauf-Krankheiten und Osteoporose, bekannter als Knochenschwund. Weiterhin sollte bei Krebs und Risikoschwangerschaften zunächst das Gespräch mit dem behandelnden Arzt stattfinden. Ansonsten kann die Shiatsu-Massage mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Grundlagen der Shiatsu Massage

Bei der Shiatsu-Massage wird nicht nur mit den Fingern massiert, es wird dabei der volle Körpereinsatz des Masseurs gefordert. Mit der ganzen Handfläche und den Ellenbogen, selbst mit den Knien und den Füßen wird die Massage durchgeführt. Anstatt mit der reinen Kraft der Muskeln wird das ganze Köpergewicht für die Massage eingesetzt. Zum Teil kann die einstündige Behandlung dabei sehr schmerzhaft für den Einzelnen sein.

Bei der Shiatsu-Massage wird das ganze System der Meridiane stimuliert, ganz anders als bei der Akupunktur oder Akupressur. Hier werden nur wenige, einzelne Punkte behandelt. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, befindet sich ein System von Linien im Körper, durch welches die Lebensenergien fließen sollen. Diese Linien sind wie eine Art Strom aus Energiebahnen. Wird der Energiefluss negativ beeinflusst, beispielsweise durch äußere Belastungen oder seelische Ängsten, wird der Körper nicht mehr auseichend mit Energie versorgt. Dabei wird ein Unwohlsein ausgelöst, das sich geistig und auch körperlich auswirken kann.

Behandlung mit Shiatsu

Schmerztherapie mit Shiatsu Massage
Shiatsu Massage in der Schmerztherapie - Symbolbild: © danielschoenen

Die Shiatsu-Massage wird im Allgemeinen als Heilverfahren anerkannt, obwohl noch nicht nachgewiesen werden konnte, dass der Fluss der Energie durch die Laufbahnen der Meridiane gelangt. Während der Massage wird das Nervensystem durch die speziellen Druckpunkte angeregt und positiv beeinflusst. Gleichzeitig wird durch die gleichmäßige und tiefe Atmung des zu Behandelnden die Regeneration gefördert. Mit der Shiatsu Massage wird der ganze Bewegungsapparat in seiner Leistungsfähigkeit gestärkt und zugleich werden die richtigen Abläufe der Bewegungen neu erlernt.
Durch den zum Teil schmerzhaften Druck, wird die Schmerzregulation vom eigenen Körper angeregt und es kann zu einer Anti-Schmerz-Wirkung durch die Behandlung kommen. Der Grund dafür ist, dass Endorphine ausgeschüttet werden, die verhindern, dass der Schmerz durch das Rückenmark in das Gehirn weiter geleitet wird. Somit können Schmerzen oder Verspannungen reduziert oder sogar ganz weg massiert werden.

Shiatsu Massage für zu Hause

Es gibt mittlerweile auch Massagekissen, Massagematten, Massagegeräte und Massagesessel, die eine Shiatsu Massage simulieren. Allerdings ist das kein Vergleich zu einer Behandlung bei einem ausgebildeten Masseur. Diese Geräte dienen eher der Entspannung als der Schmerztherapie.
Text: B. L. / Stand: 20.10.2018

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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